Die Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten kommt: Ab Samstag, 8. August, müssen sich all diese Urlauber auf Corona testen lassen. Das hat Gesundheitsminister Jens Spahn am Donnerstag mitgeteilt. Auf der Liste der Risikogebiete des Robert-Koch-Instituts (RKI) stehen etwa 130 Länder. Darunter sind auch beliebte Länder wie die Türkei, Ägypten sowie Regionen in Spanien und Belgien.

Erstmals seit drei Monaten hat das Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland mehr als 1000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Dafür verantwortlich seien Familienfeiern, die Arbeit, Gemeinschaftsräume aber auch Reiserückkehrer, so Spahn. Durch die Urlaubszeit steige die Gefahr, dass auch die Zahl der Corona-Neuinfektionen steige. Dann spricht er über die Möglichkeiten, sich freiwillig testen zu lassen, was seit vergangenem Samstag möglich ist.

Mehr positive Tests bei Reiserückkehrern als bei Menschen in Deutschland

Und diese zeigen bereits Erfolg, so Spahn: „Durch diese zusätzlichen Tests entdecken wir viel mehr Infektionen als vorher, das ist ein Sicherheitsgewinn.“ Die Positivtestungen bei Urlaubsrückkehrern sei in der Relation höher. Während bei Tests in Deutschland 0,8 Prozent positiv seien, liege die Anzahl der positiven Tests bei Rückkehrern je nach Flughafen bei teilweise über zwei Prozent.

Von der Debatte, wer sich Urlaub leisten könne, solle auch die Tests bezahlen, halte er nichts, so Spahn. Denn manche hätten auch lange und hart gearbeitet, um sich einen solchen Urlaub leisten zu können. „Wir dürfen die Frage des Testens nicht zu einer sozialen Frage machen“, sagte er.