Während der Corona-Pandemie hat die Reisebranche weltweit die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Abgesehen von zusätzlichen Desinfektionsspendern sind viele davon aber nicht sichtbar. Deshalb tüfteln Designer an Flugzeugsitzen, die zusätzlich Social Distancing garantieren und Passagiere vor einer Ansteckung schützen sollen.

Unter anderem gibt’s die Idee, dass Trennwände oder Doppelstock-Sitze für genügend Abstand sorgen und den Fluggästen so ein Gefühl der Sicherheit vermitteln könnten. Wie sauber diese Sitze tatsächlich sind, ist aber nicht ersichtlich. Das will das Designstudio PriestmanGoode ändern.

Diese Sitzbezüge ändern nach der Reinigung ihre Farbe von Lila in Orange

Das Unternehmen aus London hat jetzt das Konzept „Pure Skies“ vorgestellt. Das Design hat mehrere Besonderheiten, das innovativste sind allerdings die Sitzbezüge. Sie enthalten photochrome und thermochrome Tinten, die auf neue Reinigungsmethoden mit ultraviolettem Licht und Wärme reagieren.

Einige Airlines testen bereits UV-Maschinen zur Reinigung. Durch die spezielle Tinte würde die Reinigung nun aber sichtbar. Denn die Sitze verändern ihre Farbe von Lila zu Orange, um dem Passagier zu zeigen, dass sie keimfrei sind.

Versetzte Sitzreihen an Bord sollen für Social Distancing sorgen

Für den nötigen Sicherheitsabstand sind bei dem Kabinenkonzept die Sitzreihen außerdem teilweise versetzt angeordnet. In den Dreier-Reihen rückt jeweils ein Sitz nach hinten. Das soll den Passagieren ermöglichen, in den Gruppen zu sitzen, in denen sie reisen. Trennwände sorgen für zusätzlichen Abstand und lückenlose Sitzschalen sollen Schmutzfallen vermeiden.

Außerdem gibt es keine Unterhaltungsbildschirme oder Tabletts in der Economy Class. Der Grund: Auf der Oberfläche befindet sich häufig eine hohe Keimkonzentration. Wer dennoch ein Tablett benötigt, kann eines beim Service-Personal bestellen oder sein eigenes verwenden.

Passagiere können sich eigene „Zimmer“ für die Business Class buchen

Passagiere, die sich von anderen abschotten wollen, können in der Business Class einen „Zimmer“-Sitz buchen. Dort sollen Vorhänge für die nötige Privatsphäre sorgen. Zudem verfügen die Sitzplätze über einen persönlichen Stauplatz über dem Kopf und einen persönlichen Kleiderschrank, beide mit integriertem ultraviolettem Licht zur Reinigung.