300 Jahre lang war die Insel Sipson Island von der Öffentlichkeit abgeschnitten. Dank einer gemeinnützigen Organisation steht die naturbelassene kleine Insel vor der US-Küste seit Samstag wieder Besuchern offen, wie „CNN“ berichtet. Demnach befand die Insel sich bis dato seit 1711 im Privatbesitz, nachdem Siedler sie den Ureinwohnern abgekauft hatten. 

Sipson Island Trust plant Forschungszentrum auf der Insel

Der Sipson Island Trust will die Insel nun pflegen und die Besucher mit auf eine Reise in das Leben der Ureinwohner nehmen. „Es ist für uns wirklich wichtig, die Bedeutung dieser indianischen Geschichte zu vermitteln und die Werte derer zu lehren, die vor 1711 auf der Insel lebten“, sagte Tasia Blough, Präsidentin des Sipson Island Trust, gegenüber dem Nachrichtensender. 

Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Organisation einen Fünf-Jahresplan entworfen. Der umfasst unter anderem, die Ökologie der Insel wieder herzustellen, historische Bildung zu ermöglichen und bestehende Bauwerke durch ein modernes Forschungszentrum unter freiem Himmel zu ersetzen. Es soll aber auch Raum für Erholungssuchende auf der Insel geben. 

Besucher können Sipson Island jetzt entdecken

Allerdings gehört dem Trust noch nicht jeder Quadratmeter der Insel. Denn das Geld war knapp, als die Besitzer die außergewöhnliche Insel zum Verkauf gestellt haben. Insgesamt 5,3 Millionen Dollar hat die Organisation letztendlich gezahlt. Die übrigen acht Grundstücke der Insel sollen folgen, sobald das nötige Kleingeld gesammelt wurde. 

Besucher können trotzdem bereits von der Ostküste aus auf die Insel reisen. Das 24 Hektar große Fleckchen Erde liegt direkt vor der Küste von Cape Cod im US-Bundesstaat Massachusetts in einem Gebiet namens Pleasant Bay.