Wandern im Großarl-Tal

Im Großarltal in Österreich gibt es nicht nur zahlreiche Almen, sondern auch mehr als 40 Kapellen. Am besten lassen diese sich auf dem 17,5 Kilometer langen Kapellenwanderweg erkunden. Die Strecke, die an der Pfarrkirche in Großarl beginnt und an der Petrikapelle beim Talschluss in Hüttschlag endet, führt zu elf Kapellen. Bei jedem der Gotteshäuser finden die Wanderer eines der zehn Gebote, die zu einem Wunsch umformuliert wurden, der sie auf dem weiteren (Lebens-)Weg begleiten soll.

Wer es profaner will, macht sich auf den Weg zu einem der vielen Bergseen – zum Beispiel zum Ötzlsee im Hüttschlager Talschluss oder zu den Trögseen unterhalb des Gründeggs. Dabei ist nicht nur Abkühlung garantiert, sondern auch immer eine nette Einkehr – die nächste Alm ist schließlich nie weit weg.

Viele der Wanderwege im Großarltal führen zu einer der etwa 40 bewirtschafteten Almen.

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Erkunde das Kößlerhaus

Wie hat eine Bergmannsfamilie im 16. Jahrhundert gewohnt? Einen Eindruck davon bekommen Besucher des Kößlerhauses in Großarl. Die einstige Wohnstätte der Bergknappenfamilie Kößler ist heute ein besonderes Heimatmuseum. An jedem Mittwochnachmittag sind Besucher willkommen.

Schon am Eingang zum Tal (taleinwärts auf der linken Seite) steht neben der Landstraße zwischen Großarl und St. Johann eine weitere Attraktion der Gegend: Die Alte Wacht ist eine der letzten erhaltenen Mautsperren im Salzburger Land. Einst führte die einzige Verbindungsstraße ins Tal, die 1566 in den Fels geschlagen wurde, direkt durch das Gebäude. Heute gehört das historische Gebäude dem Nationalparkverein Hüttschlag.

Im Talmuseum in Hüttschlag ist außerdem täglich von 10 bis 17 Uhr die interaktive Ausstellung „Auf der Alm – Zwischen Himmel und Erde“ zu sehen.

Durch die Alte Wacht führte einst die einzige Verbindungsstraße in das Großarltal im Salzburger Land.

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Klettern im Großarltal

Auf Klettersteigen und Kletterrouten geht es an den Bergen um das Großarltal sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene hoch hinaus. Einst galt die Hüttschlager Wand selbst für geübte Kletterer als unpassierbar, seit einigen Jahren erklimmen diese sie nun am Klettersteig Kupfergeist (Schwierigkeitsgrad C–E). Dabei überwinden sie 150 Meter senkrechten Fels. Einfacher ist der Übungsklettersteig Gletschergoaß (Schwierigkeitsgrad A–C), bei dem auch Anfänger eine Höhe von 50 Metern erreichen können.

Gleich zehn unterschiedlich schwierige Kletterrouten gibt es am 2.214 Meter hohen Schuhflicker und dessen Vorgipfeln. Mit den Bergführern des Vereins Berg-Gesund sind auch geführte Touren und Felsklettern möglich. Das Sommerprogramm dauert von Mai bis Oktober.

Im Großarltal gibt es Klettermöglichkeiten für Anfänger und Fortgeschrittene.

Biken in den Bergen

140 Kilometer markierte und beschilderte Bikestrecken bieten auch Radfahrern und Mountainbikern im Großarltal jede Menge Abwechslung. Die Biker überwinden dabei einen Höhenunterschied von 300 bis 1.000 Höhenmetern. Von montags bis samstags (Mai bis Oktober) steht täglich eine geführte Tour im Programm, die beim Aktivtreffpunkt am Bergbahnenparkplatz beginnt.

Dabei fahren die Gruppen mit bis zu acht Personen etwa zur Mooslehenalm oder zur Bichlalm. Die Tourgebühr beträgt 10 Euro pro Person. Anmeldungen nimmt der Tourismusverband bis jeweils 17 Uhr am Vortag unter Telefon (00 43) 6 41 42 81 entgegen.

Wer es sich in der Bergwelt ein wenig leichter machen will, leiht ein E-Bike – und meldet sich auch gleich für eine der speziellen Touren an.

Auf den vielen beschilderten Bikestrecken überwinden Fahrradfahrer Höhenunterschiede von bis zu 1000 Metern.

Angeln im Großarltal

Regenbogenforellen, Bachsaiblinge, Äschen und Bachforellen: In Seen und Flüssen im Großarltal leben ganz unterschiedliche Fische. Welche sie herausziehen, liegt ganz bei den Anglern, die hier ihr Glück versuchen. Sport- und Freizeitfischer angeln in der Großarler Ache, die auf einer Strecke von etwa 33 Kilometern wilde bis mäßig fließende Stellen bietet. Tagesfischerkarten sind im Büro des Tourismusverbandes Großarltal ab 50 Euro erhältlich.

Eine weitere Angelmöglichkeit bietet die Hoamalm– und zwar auf 1.060 Metern Höhe mit beeindruckendem Blick auf die umliegenden Berge. Ein Angelschein ist dafür nicht nötig. Selbst eine Angel lässt sich bei den Almbetreibern leihen. Und wer will, kann sich seinen Fang sogar direkt vor Ort räuchern lassen. Petri heil!

Sport- und Freizeitfischer haben im Großarltal verschiedene Angelmöglichkeiten.

Entspannen im Großarltal

Auch wer in der schönsten Zeit des Jahres eher nach Entschleunigung sucht, ist im Großarltal richtig. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Yoga-Wanderung durch die Natur? Ein erfahrener Yoga-Übungsleiter hilft dabei, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.

Wenn es noch ein bisschen mehr Entspannung sein soll, dann sind die vielfältigen Angebote der Hotels interessant. Das Edelweiss Salzburg Mountain Resort (Unterbergstraße 65, Großarl) bietet zum Beispiel ein Bad in Ziegenmilch und Heublumenwickel aus den Großarler Bergen an, die die Muskulatur entspannen und den Kreislauf anregen. Gut gegen Stress, Müdigkeit und Erschöpfung.

Beim Yoga in der Natur bringen Reisende Körper, Geist und Seele miteinander in Einklang – und das vor atemberaubender Kulisse.

Im Hotel Großarler Hof (Unterbergstraße 76, Großarl) gibt es außer einer finnischen Zirbensauna auch ein Dampfbad und ein Kneippdurchlaufbecken, das müde Beine wieder munter macht. Oder soll es ein Milch- und Sahnebad im Vitalhotel Tauernhof (Unterbergstraße 55, Großarl) sein? Entspannung gibt es dort außerdem in der Panorama-Almsauna.