Spontanität und Flexibilität gehören auch 2021 wieder beim Reisen dazu, wegen der Coronavirus-Pandemie müssen Urlauber kurzfristig auf neue Entwicklungen reagieren und ihre Reisepläne entsprechend anpassen.  Die Last-Minute-Welle werde 2021 noch größer sein als in den Vorjahren, prognostiziert Reiseforscher Jürgen Schmude.

Das könnte dazu führen, dass die Preise für beliebte Ziele in die Höhe schnellen. Damit du vor deiner wohlverdienten Reise nicht in Last-minute-Panik verfällst, zeigt der reisereporter dir im Überblick fünf Fehler, die du bei der Buchung vermeiden solltest. 

1. Nicht flexibel sein

Hast du schon einmal von dem Gesetz Angebot und Nachfrage gehört? Das kann dazu führen, dass Last-minute-Bucher für beliebte Ziele oft mehr zahlen. Dahinter steckt folgendes Prinzip: Wenn viele Anfragen auf eine geringere Kapazität treffen, dann werden die noch vorhandenen Angebote teuer. Spontanbucher müssen daher an beliebten Zielen oftmals mehr Geld in die Hand nehmen – für Restkapazitäten könnten die Preise dann entsprechend hoch sein, hat Ulf Sonntag, Leiter der Marktforschung am Institut für Tourismusforschung in Nordeuropa, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland erklärt.

Das könnte in diesem Jahr passieren, wenn viele Deutsche gleichzeitig auf die Idee kommen, bei ziemlich sicheren Rahmenbedingungen kurzfristig Sommerurlaub in Spanien, Griechenland, Italien oder der Türkei zu buchen.

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Was passieren kann, wenn die aufgestaute Reiselust auf geringere Kapazitäten trifft, hat das Beispiel Mallorca an Ostern gezeigt. Nachdem die Bundesregierung die Reisewarnung aufgehoben hatte, waren die Flugpreise einer Analyse des Preisvergleichsportals Idealo zufolge um 221 Prozent in die Höhe geschnellt. Auch Mietwagen sind beispielsweise auf Mallorca für die Sommermonate kaum noch – und wenn, dann für viel Geld – zu bekommen.

Das heißt: Wer kurzfristig buchen möchte, sollte daher relativ flexibel sein, was Termin, Reiseziel und Unterkunft betrifft.

2. Gleich das erste Angebot annehmen

Last minute heißt nicht gleich, dass es sich bei dem Angebot um ein Schnäppchen handelt. Denn der Begriff ist nicht geschützt, also können Veranstalter grundsätzlich jede Reise als Last-Minute-Angebot anpreisen. Nicht selten merken Reisende nach der Buchung dann, dass das vermeintliche Angebot teurer war als eine normale Pauschalreise für den gleichen Zeitraum.

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Unser Tipp deshalb: Vergleiche die Last-Minute-Angebote mit ähnlichen Urlaubspreisen auf anderen Portalen oder von anderen Veranstaltern. Und dann schlag beim besten Preis-Leistungs-Verhältnis zu.

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3. Auf Betrüger hereinfallen

Auch auf dem kurzfristigen Reisemarkt tummeln sich mittlerweile clevere Betrüger. Deshalb gilt: Nur über seriöse Portale buchen und niemals den Gesamtpreis sofort zahlen. Einzige Ausnahme hierbei: Wenn die Abreise bereits in wenigen Tagen ist, dann ist der Gesamtpreis oftmals direkt fällig. 

Wenn du nur eine Last-minute-Unterkunft buchen möchtest, dann solltest du auch auf die Bewertungen achten und die Bilder der Unterkunft aufmerksam prüfen.

4. Auf die geplanten Flugzeiten bestehen

In Krisen-Zeiten ist so gut wie nichts wirklich sicher. Das trifft auch auf Flugzeiten zu. Viele Airlines bieten derzeit Flugtickets zu Schnäppchenpreisen an, darunter oftmals Last-minute-Flüge.

Das hat aber einen einfachen wie logischen Grund: Die Flugzeiten können sich jederzeit spontan ändern. Und damit du nicht gestresst am Airport stehst und deine Reise mit Wut im Bauch startest, stell dich schon vorab darauf ein, dass es zu Verzögerungen und Änderungen im Ablauf kommen kann. Und wenn es dann doch glatt läuft, umso besser.

5. Einen normalen Urlaub erwarten

Egal, wie weit du von zu Hause weg bist, die Corona-Pandemie wird auch dort ihren Tribut fordern. Der Urlaub wird also vermutlich nicht so werden, wie du ihn aus den vergangenen Jahren kennst. Aber das bedeutet nicht unbedingt, dass er schlechter werden muss.

Damit es keine bösen Überraschungen gibt und du weißt, was dich an deinem Reiseziel erwartet, solltest du dich schon vor der Buchung über die Corona-Regeln und geltende Einschränkungen an dem Ort deiner Wahl informieren. Das geht zum Beispiel auf der Landesseite des Auswärtigen Amtes