Spontanität und Flexibilität gehören in diesem Jahr beim Reisen dazu, wegen der Coronavirus-Pandemie müssen Urlauber kurzfristig auf neue Entwicklungen reagieren und ihre Reisepläne entsprechend anpassen. Das führt laut einer aktuellen Erhebung des Deutschen Reiseverbandes dazu, dass der Last-minute-Markt boomt. Demnach haben im Zeitraum vom 20. bis zum 26. Juli etwa 60 Prozent der Deutschen noch spontan eine Reise für Juli oder August gebucht. 

Urlaub in letzter Minute, das birgt neben der Flexibilität und dem nicht unwesentlichen Abenteuer-Faktor aber auch Risiken. Damit du vor deiner wohlverdienten Reise nicht in Last-minute-Panik verfällst, zeigt der reisereporter dir im Überblick fünf Fehler, die du bei der Buchung vermeiden solltest. 

1. Urlaub im Risikogebiet – aus Versehen

Die Infektionszahlen steigen mit Start der Urlaubssaison in vielen Ländern Europas wieder an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) aktualisiert die Liste der Risikogebiete kurzfristig. Grundsätzlich gilt für betroffene Länder zwar eine Reisewarnung, aber einige Online-Portale bieten trotzdem weiterhin Reisen dorthin an. Daher gilt besonders für Last-Minute-Angebot: Aufpassen!

Denn zum Beispiel bei einer Reise in die Türkei oder nach Ägypten erwarten dich bereits bei der Einreise strenge Corona-Regeln, und bei der Rückkehr musst du aktuell in 14-tägige Quarantäne und bald einen Corona-Test machen.

2. Auf Betrüger hereinfallen

Auch auf dem kurzfristigen Reisemarkt tummeln sich mittlerweile clevere Betrüger. Deshalb gilt: Nur über seriöse Portale buchen und niemals den Gesamtpreis sofort zahlen. Einzige Ausnahme hierbei: Wenn die Abreise bereits in wenigen Tagen ist, dann ist der Gesamtpreis oftmals direkt fällig. 

Wenn du nur eine Last-minute-Unterkunft buchen möchtest, dann solltest du auch auf die Bewertungen achten und die Bilder der Unterkunft aufmerksam prüfen.

3. Gleich das erste Angebot annehmen

Last minute heißt nicht gleich, dass es sich bei dem Angebot um ein Schnäppchen handelt. Denn der Begriff ist nicht geschützt, also können Veranstalter grundsätzlich jede Reise als Last-Minute-Angebot anpreisen. Nicht selten merken Reisende nach der Buchung dann, dass das vermeintliche Angebot teurer war als eine normale Pauschalreise für den gleichen Zeitraum.

Unser Tipp deshalb: Vergleiche die Last-Minute-Angebote mit ähnlichen Urlaubspreisen auf anderen Portalen oder von anderen Veranstaltern. Und dann schlag beim besten Preis-Leistungs-Verhältnis zu.

4. Auf die geplanten Flugzeiten bestehen

In Krisen-Zeiten ist so gut wie nichts wirklich sicher. Das trifft auch auf Flugzeiten zu. Viele Airlines bieten derzeit Flugtickets zu Schnäppchenpreisen an, darunter oftmals Last-minute-Flüge.

Das hat aber einen einfachen wie logischen Grund: Die Flugzeiten können sich jederzeit spontan ändern. Und damit du nicht gestresst am Airport stehst und deine Reise mit Wut im Bauch startest, stell dich schon vorab darauf ein, dass es zu Verzögerungen und Änderungen im Ablauf kommen kann. Und wenn es dann doch glatt läuft, umso besser.

5. Einen normalen Urlaub erwarten

Egal, wie weit du von zu Hause weg bist, die Corona-Pandemie wird auch dort ihren Tribut fordern. Der Urlaub wird also vermutlich nicht so werden, wie du ihn aus den vergangenen Jahren kennst. Aber das bedeutet nicht unbedingt, dass er schlechter werden muss.

Damit es keine bösen Überraschungen gibt und du weißt, was dich an deinem Reiseziel erwartet, solltest du dich schon vor der Buchung über die Corona-Regeln und geltende Einschränkungen an dem Ort deiner Wahl informieren. Das geht zum Beispiel auf der Landesseite des Auswärtigen Amtes