„Bloß nicht losfahren!“ – so lautete der eindringliche Ratschlag der Polizei Lübeck am Samstag mit Blick auf die Autobahn A1. Denn von den Ausfahrten zur Ostsee staute es sich teils auf mehr als 15 Kilometern Länge zurück, berichten die „Lübecker Nachrichten“.

Neben dem Aufruf, auf einen Strandbesuch zu verzichten, mahnte die Polizei zudem Urlauber zur Vorsicht. An den engen Strandpromenaden lasse sich kaum kontrollieren, ob die geltenden Corona-Bestimmungen wie der Mindestabstand eingehalten werden.

Ostsee-Strände sind dicht – Strandampel zeigt rot

Der große Andrang führte bereits am Samstagmorgen zu vollen Stränden. Am Mittag dann meldeten in Schleswig-Holstein Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf, Neustadt, Pelzerhaken und Rettin: Die Strände sind dicht.

Die Ampel zeigt am Samstagmittag, 1. August, rot, für die Ostseestrände der Orte Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf und Neustadt in Holstein mit Pelzerhaken und Rettin.

So funktioniert der Strandticker

Das war auch für Urlauber online zu sehen: Sie können sich an der Küste über den „Strandticker“ informieren, wie voll es an den einzelnen Küstenabschnitten der Lübecker Bucht ist. Das Ampelsystem soll die Menschen-Massen steuern. Grün bedeutet: Es gibt noch genügend Platz am Strand. Gelb bedeutet: Gäste sollten lieber an einen anderen Strand gehen, es droht Überfüllung. Rot bedeutet: Der Strand ist voll und gesperrt.

Mecklenburg-Vorpommern: Tagestouristen noch verboten

In Mecklenburg-Vorpommern waren die Strände zwar auch voll, allerdings fielen dort Tagestouristen aus anderen Bundesländern weg. Denn bis mindestens zum 4. August sind Tagesgäste in Mecklenburg-Vorpommern wegen Corona nicht willkommen – einzige Ausnahme sind Busreisen.

Am Samstagabend entspannte sich die Lage auch in Schleswig-Holstein wieder, die Sperrungen wurden wieder aufgehoben.