Jedes Jahr zelebriert der Nationalpark Lüneburger Heide in Niedersachsen den Start der Heideblüte mit einer Art Countdown auf der parkeigenen Website. In diesem Jahr startete das sogenannte Heideblüten-Barometer am 22. Juli mit den ersten vereinzelt blühenden Heidesträuchern. 

Seitdem gibt es fast jeden Tag einen neuen Beitrag. Mittlerweile hat sich der farbenfrohe lila Schimmer über die ganze Lüneburger Heide verteilt – der offizielle Start der Heideblüte 2020. Passend dazu nehmen wir dich in unserem Überblick mit zu den schönsten Ausflugszielen und Orten in dem blütenreichen Nationalpark. 

1. Wilseder Berg

Der Wilseder Berg ist das Herz der Lüneburger Heide und gehört bei einem Besuch in dem Nationalpark auf jeden Fall auf die Bucket List. Von dem 169 Meter hohen Berg mitten in der farbenfrohen Heidelandschaft kannst du bei gutem Wetter sogar bis nach Hamburg sehen. 

Mit dem Auto erreichst du den Berg nicht, da er wirklich mitten im Naturschutzgebiet steht. Allerdings kannst du sehr gut dorhin wandern oder radeln. Dafür kannst du dein Auto in Niederhaverbeck auf dem beschilderten Parkplatz abstellen und von dort aus rund 4,5 Kilometer durch die Lüneburger Heide laufen. 

Übrigens: Ganz besonders lohnt sich der Ausflug natürlich, um den Sonnenuntergang vom Wilseder Berg aus zu bewundern.

2. Schwindequelle

Eine ganz andere Seite der Lüneburger Heide erwartet dich bei Soderstorf. Angekommen bei der Schwindequelle findest du dich in einer zauberhaften Moorwelt wieder: hohe, kahle Bäume, die mystische Schatten in das Quellwasser werfen, und eine artenreiche Tierwelt. 

Die zweitgrößte Quelle Niedersachsens steht seit 1936 unter Naturschutz. Die Wassertemperatur beträgt durchgehend neun Grad. Das heißt: Auch im Winter friert die Quelle nicht zu. Der Weg zu dem besonderen Ort ist von Soderstorf ausgeschildert.

Übrigens: Von der Quelle aus kannst du eine 14 Kilometer lange Tagestour durch die Schwindebecker Heide unternehmen. 

3. Heidschnuckenweg

Zwischen Hamburg und Celle befindet sich der wohl schönste Wanderweg durch den Nationalpark Lüneburger Heide. Der Heidschnuckenweg führt dich vorbei an zahlreichen Heideflächen, Wäldern, Tälern und süßen, einladenden Orten am Rande der Heide. Der Weg ist 223 Kilometer lang und in 13 Etappen aufgeteilt. 

In der Lüneburger Heide lebt auch eine besondere Schafrasse.

Übrigens: Wusstest du, dass Heidschnucke der Name einer Schafrasse ist, die vor allem in der Lüneburger Heide heimisch ist?

4. Lüßwald

Die Lüneburger Heide kann auch Urwald: Der 7500 Hektar große Lüßwaldöstlich von Unterlüß gehört zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten in Deutschland. Und anders als der Rest der Heidelandschaft ist der Wald eher dunkel und bietet viel Fauna und Flora zum Entdecken. 

Du kannst den Wald auf etlichen Wanderwegen erkunden und mit etwas Glück stehst du dann plötzlich vor einem 100-jährigen Baum oder dem sich seit 1973 selbst überlassenen Naturreservat im Lüßwald. 

Übrigens: Mit etwas Geduld und Glück kannst du auch Hirsche und Rehe im Wald entdecken. 

5. Lüneburger Stintmarkt

Weniger Natur, mehr Kultur, das gibt es in der Stadt Lüneburg. Genauer gesagt schicken wir dich an den Stintmarkt im historischen Wasserviertel der Hansestadt. Dort wurde früher mit der gleichnamigen Fischart gehandelt. Der Handel ist mittlerweile einer lebendigen Bar- und Restaurantszene gewichen, aber der maritime Charme prägt das Viertel auch heute noch. Damit ist es die optimale Abrundung für einen Ausflug in die Lüneburger Heide. 

Übrigens: Von den Restaurants aus blickst du direkt auf den Lüneburger Hafen.