In der Fernbusbranche in Deutschland hat Flixbus im vergangenen Jahr bereits Konkurrenz durch Blablabus und Pinkbus bekommen. Für vergleichsweise wenig Geld kommen die Fahrgäste mit dem Bus auch an weit entfernte Ecken Europas. Ein neuer Anbieter will nun erneut den Markt aufmischen – und zwar mit einem anderen Konzept. Das Start-up Roadjet will mit seinem Angebot nämlich Luxusliebhaber und Komfortsuchende ansprechen. 

Roadjet setzt auf Massage und Sitzheizung

„Es gibt viele, die fühlen sich beim bisherigen Angebot nicht wohl“, erzählt Gründer Muhammed Simsek im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Es fehle etwa an Beinfreiheit oder Bequemlichkeit. Gemeinsam mit Kollege Mujib Bazhwal setze er auf Qualität statt Quantität. 

Also entwickeln die beiden Gründer einen eigenen Bus auf Basis eines Chassis von Scania, in dem 44 Menschen auf Sesseln mit Massagefunktion und Sitzheizung durch Deutschland reisen können. Zum Vergleich: In Bussen des Marktführers Flixbus finden bis zu 96 Menschen Platz. Roadjet will seinen Fahrgästen außerdem Highspeed-Internet und einen Wasch- und Umkleideraum anbieten. 

Roadjet will es mit Marktführer Flixbus aufnehmen

Losgehen soll es am 3. August mit der ersten Verbindung zwischen Stuttgart und Berlin. Bis Ende des Jahres sollen dann vier weitere Strecken folgen, darunter etwa Stuttgart–Hamburg und Stuttgart–München. 

Die beiden Unternehmer hinter dem Premium-Fernbus haben große Pläne mit dem Unternehmen, möchten langfristig ein Franchise-System aufbauen und auch Europa erobern. Das dürfte allerdings nicht allzu leicht werden, denn Flixbus ist mit 95 Prozent eindeutiger Marktführer in Deutschland.

Einen entscheidenden Vorteil dürfte der Neue unter den Fernbussen allerdings haben: Abstand einzuhalten und sich damit vor dem Coronavirus zu schützen, das ist in den großzügigen Bussen kein Problem.