Vor wenigen Wochen schaute die Welt gebannt nach Florida: Dort stieg am 30. Mai 2020 eine Rakete auf in Richtung der Internationalen Raumstation (ISS). Es war der erste bemannte und privat finanzierte Weltraumflug der Menschheitsgeschichte. Ein Meilenstein. Das Ziel von SpaceX-Chef Elon Musk: Weltraumtourismus. Und das schon ab 2021.

Davon haben Menschen lange geträumt – und ihre Visionen in Leinwandfiktion gegossen. Doch wie haben sich Film- und Serien-Regisseure die Mobilität der Zukunft vorgestellt? Und wohin sind die Menschen gereist?

1985 bis 1989: „Zurück in die Zukunft 1 & 2“

Wer nach Reise-Prognosen aus Filmen sucht, kommt am Komödien-Klassiker von Robert Zemeckis nicht vorbei: Der in den Jahren 1985 und 2015 spielende Film „Zurück in die Zukunft“ bringt ein ganzes Sammelsurium an revolutionären Gadgets mit. 

Darunter ist zum Beispiel das fliegende Hoverboard. Das gibt es so zwar noch nicht zu kaufen. Doch die rollende Alternative erfreut sich – der Mikromobilität sei Dank – schon jetzt großer Beliebtheit. 

Auch Virtual Reality spielte in dem Film schon eine Rolle. Und die dazugehörigen Brillen sahen denen, die heute jeder große Elektronikmarkt verkauft, sehr ähnlich. Von zu Hause aus in andere Welten eintauchen und fremde Länder erkunden: Auch das ist heute möglich – auch beim reisereporter. 

Etwas weiter entfernt von der Realität ist dagegen das fliegende Auto von „Zurück in die Zukunft“-Protagonist Marty McFly und seinem Wissenschaftler-Freund Doc Brown. Und auch in den nächsten Jahren rollen die Fahrzeuge dieser Welt wohl eher über die Straße. Ein guter Versuch war diese Prognose dennoch. 

1966 bis 1969: „Raumschiff Enterprise“

Diese Kultserie darf in einer solchen Aufzählung natürlich nicht fehlen. Schließlich reist die Crew um Captain Kirk in einem legendären Raumschiff durch das Weltall. Ganz so weit sind wir heute noch nicht, ein bisschen Zeit bleibt uns aber auch noch: Immerhin spielt die Serie im 23. Jahrhundert. Dafür gibt es eine Handvoll Gadgets, die sogar schon seit einiger Zeit Realität sind.

Die Besatzung der Enterprise landet auf vielen Planeten. Dafür muss sie sich mit den dortigen Einwohnern verständigen. Und das funktioniert im Film ähnlich wie heute im realen Leben – zum Beispiel, wenn wir in den Urlaub fahren. Denn die Crew nutzt einen sogenannten Universalübersetzer, also eine Art „Google Translate“. Technik dieser Art erleichtert Menschen schon seit einigen Jahren den Aufenthalt in fremden Ländern. Übrigens: Auch ein iPad hatten Spock und Co. Und es hieß sogar sehr ähnlich: „PADD“.

1968: „2001: Odyssee im Weltraum“

Auch dieser Science-Fiction-Klassiker wartet mit einer interessanten Utopie auf: Im Jahr 2001 können die Menschen durch das gesamte Sonnensystem reisen.

Ausflüge zum Jupiter – wie in Stanley Kubricks Werk – waren vor 19 Jahren noch nicht möglich und sind es auch heute nicht. Und ein Vergleich mit der Realität zeigt, wie weit wir von solchen Reisen entfernt sind: Im Jahr 1997 landete der erste Mars-Roboter auf dem Roten Planeten.

Immerhin: Ähnliche Ausflugsziele strebt Musk an. Und seine Rakete, die am 30. Mai 2020 in Richtung ISS aufstieg, ist womöglich der Grundstein für künftige Odysseen im Weltraum.