Wer derzeit Urlaub auf Hawaii machen möchte, muss wegen der Corona-Pandemie für 14 Tage in häusliche Quarantäne. Dabei wollte die US-amerikanische Insel eigentlich am 1. August ihre Grenzen für Touristen öffnen. Möglich machen sollte dies ein System, bei dem 72 Stunden vor Reisebeginn ein Corona-Test durchgeführt werden und negativ ausfallen müsste, um einreisen zu dürfen.

Da das Verfahren nicht rechtzeitig zur geplanten Grenzöffnung fertig ist, hat die Regierung den Starttermin auf den 1. September verschoben. Bis dahin hoffen die Verantwortlichen, dass alles wie gedacht funktioniert. In der Zwischenzeit könnten aber sogenannte „Resortblasen“ dennoch Strandurlauber nach Hawaii, Maui und Kauai locken.

Hawaii will Touristen Urlaub nur in Zonen erlauben

Der Plan: Die Quarantäne gilt weiterhin, wird aber auf bestimmte Zonen innerhalb des Resorts ausgeweitet. Das heißt, ein Urlaub am Strand wäre zumindest möglich. „Die Resorts könnten kontrollieren, wo sich die Besucher aufhalten dürfen“, sagte Roy Takemoto, Geschäftsführer des Hawaii County, am Dienstag. 

Ein ähnliches Konzept plante Kuba zur Grenzöffnung am 1. Juli. Das Ziel: All-inclusive-Urlauber wegen der Corona-Pandemie auf fünf Inseln vom Rest der Nation zu isolieren, aber dennoch die Wirtschaft anzukurbeln.

Doch bei den „Resortblasen“ für Hawaii gebe es laut der Tourismusbehörde derzeit mehr Fragen als Antworten. Denn: Das Projekt hängt davon ab, über wie viel Platz ein Resort verfügt und dass die Resortgäste die Zonen freiwillig nicht verlassen. Außerdem müsse geregelt werden, ob die Touristen Restaurants, Geschäfte und Schwimmbäder nutzen können.

Hotels und Resorts auf Hawaii seit Schließung im März fast leer

Grundsätzlich wäre das Projekt aber eine Möglichkeit, um den Tourismus wieder in Gang zu bringen. Schließlich gebe es in den meisten Hotels und Resorts seit der Schließung des US-Staates im März nur wenig Verkehr, berichtet „West Hawaii Today“. Aufgrund der immer noch geltenden Einschränkungen warnt das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen.