Geringe Besucherzahlen während der Corona-Krise lassen Museen weltweit kreativ werden. Um während und nach der Pandemie wieder auf sich aufmerksam zu machen, erfinden Kuratoren auf Twitter immer wieder lustige Wettkämpfe.

Nachdem die gruseligsten Museums-Objekte in den sozialen Medien kursierten, wird jetzt unter dem #BestMuseumBum nach dem schönsten Museums-Po gesucht. Für die Fotos muss aber kein/-e Kurator/-in Hintern zeigen, stattdessen werden die Kunstwerke der Sammlungen von hinten fotografiert.

Die Challenge ins Rollen gebracht hat das Yorkshire Museum mit dem Abbild eines römischen Sportlers. Daraufhin posteten viele andere Museen Popos einzigartiger Skulpturen – teils perfekt geformt, teils deformiert. Andere wiederum teilten kuriose Po-Zeichnungen und -Gegenstände.

Das Yorkshire Museum fordert zum Kurator-Kampf heraus

Mit den Worten „Es ist Zeit für einen #KuratorKampf“ forderte das Yorkshire Museum aus England die Museen weltweit zur #BestMuseumBum-Challenge auf. Dazu postete das 1830 eröffnete Museum Ende Juni das Hinterteil einer römischen Marmor-Statuette, also einer kleinen Figur. 

Als Zusatzinformation heißt es: „Diese Statuette zeigt einen Athleten auf dem Höhepunkt seiner Fitness! Einst könnte das Kunstwerk das Stadthaus eines reichen Bewohners von Ebaracum geschmückt haben. Hat jemand ein Stück aus diesem Po gebissen? Übertrumpft das!“

Archäologin twittert Aphrodite des schönen Gesäßes

Archäologin Jo Ball twittert daraufhin ein Bild der Statue der Aphrodite Kallipygos, also der Aphrodite des schönen Gesäßes. Ihr Name ist gleichzeitig der Hinweis auf ihren schönen Po. Dazu schreibt die Uni-Lehrerin aus England: „Sie scheint selbst von ihrem Hintern beeindruckt zu sein.“

Museum aus Kroatien kontert mit einem Po aus Bronze

Das Museum of Apoxyomenos in Kroatien ist sich ganz sicher, den schönsten Po in der eigenen Sammlung zu haben: „Museen auf der ganzen Welt kämpfen um den #BestMuseumBum. Wir denken, sie können aufhören zu suchen und zu diskutieren, denn wir haben einen Gewinner hier in Lošinj! Wer würde nicht zustimmen, dass unser Apoxyomenos aus Bronze Gold verdient hat?“ 

Po von Nudepoleon Boneparte landet im Kuratoren-Kampf

Twitter-Userin Melissa Gustin schickt den Hintern von Nudepoleon Boneparte ins Rennen. Zu der Statue aus dem Kunstmuseum Pinacoteca di Brera in Mailand schreibt sie: „Ein Po, der so formschön auf einem Körper sitzt, dass er versteckt werden muss, weil er so viel heißer ist als der Kaiser selbst.“

Museum of Oxford geht mit einem flachen Po ins Rennen

Das Museum of Oxford zitiert aus einem Lied der Sängerin Fergie: „You can look but you can’t touch it. If you touch it I’ma start some drama“ (du darfst gucken, aber nicht anfassen, sonst gibt es Drama). 

Denn: Bei dem Kunstwerk wurde diese Anweisung ignoriert, sodass die dargestellte Dame nur noch einen unscheinbaren, flachen Po hat.

Crawford Art Gallery in Irland zeigt Gladiatoren-Pos

Die Crawford Art Gallery in Irland zeigt gleich drei gestählte Männer-Körper in ihrem Twitter-Post. Und twittert schlicht: „Wir haben von #BestMuseumBum gehört und hinterlassen einfach das hier… Der kämpfende Gladiator und seine Freunde.“

Die Gärten von Trentham Estate setzen auf Ästhetik

Einen weiblichen Po twittern die Gärten von Trentham Estate in Großbritannien. Sie sind sich sicher: Mit ihrer Feen-Statue sind sie ein starker Anwärter auf den Titel #BestMuseumBum.

Museum aus Tokio macht mit Po-Zeichnung von Sumo-Ringern mit

Das Ota Memorial Museum of Art in Tokio setzt bei der Po-Challenge auf gezeichnete Sumoringer-Pos aus ihrer Kunstsammlung. Die Hintern wurden von dem japanischen Maler Hokusai angefertigt.

Die Universität von Aberdeen twittert einen Stier-Hintern

Die University of Aberdeen präsentiert aus ihrer Museums- und Spezial-Sammlung ein Bild, auf dem ein Stier von zwei Rittern getötet wird. Das Tier wehrt sich dabei nicht mit seinen Hörnern, sondern mit Kot. Nun ja, ein spezieller Anwärter auf den Titel…

Design Museum Gent postet eine Kaffeemaschine im Po-Design

Das Design-Museum Gent in Belgien legt in Sachen Kuriosität noch eine Schippe drauf. Bei der Teilnahme an der Challenge veröffentlichen die Kuratoren eine Kaffeemaschine im Po-Design. Dazu twittern sie: „Zweifellos haben wir den besten Designer-Hintern!“

Um die Corona-Krise besser zu überstehen, lassen sich Menschen immer wieder skurrile Dinge einfallen. So faken einige Personen ihren Urlaub, und andere imitieren Flugbegleiter im Homeoffice. Schön kurios sind aber auch die Corona-Regeln in so manch einem Urlaubsland.