Usbekistan ist nicht gerade als klassisches Urlaubsland bekannt. In den letzten Jahren wurde die Tourismusindustrie aber stark vorangetrieben. Und Gründe für eine Reise bietet das Land zuhauf: Zahlreiche kulturelle Stätten erinnern an die Blütezeit der Seidenstraße, die Landschaft serviert einen Cocktail aus verschneiten Gebirgszügen, kargen Wüsten und fruchtbaren Tälern. 

Aktuell kannst du all das allerdings nicht erkunden: Seit dem 16. März sind die Grenzen von Usbekistan für internationale Reisende geschlossen. Bald  will sich Usbekistan aber wieder schrittweise für ausländische Urlauber öffnen. Dazu soll eine Liste mit Ländern erstellt werden, in denen das Corona-Geschehen unter Kontrolle ist. Zu ihnen sollen die touristischen Beziehungen langsam wieder aufgebaut werden, wie der Präsident Shavkat Mirziyoyev schon Ende Mai mitteilte. 

Usbekistan beeindruckt mit vielfältiger Natur – wie hier am See Urungach im Nationalpark Ugam-Chatkal.

Urlaub in Usbekistan: 2600 Euro Entschädigung für Corona-Infektion

Das Land arbeite derzeit an Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen, die unter anderem den Betrieb von Hotels und Flughäfen in Zeiten der Pandemie regeln sollen. Der Präsident macht deutlich: Urlauber sollen in Usbekistan sicher Urlaub machen können. 

So lockt er potenzielle Gäste außerdem mit einem Versprechen: Ausländische Touristen, die sich in Usbekistan mit dem Coronavirus angsteckt haben, sollen eine Entschädigung in Höhe von 3000 US-Dollar (umgerechnet etwa 2590 Euro) erhalten. Darüber informiert die Tourismusbehörde. Das gelte aber nur für Urlauber, die mit einem zertifizierten Tourguide unterwegs seien, der die Einhaltung der Hygieneregeln überprüfe.

Zu den aktuellen Sicherheitsmaßnahmen in Usbekistan gehört die Temperaturmessung vor dem Restaurantbesuch.

Auch mit weiteren Maßnahmen will der Präsident den Tourismus in seinem Land ankurbeln: So soll etwa die touristische Infrastruktur an den Seen von Aydar-Arnasoy und am Tudakul-See weiter ausgebaut werden. 

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie pausiert der Betrieb von mehr als 1500 Reiseveranstaltern und 1200 Hotels im Land. Das bedroht auch das Einkommen von mehr als 250.000 Menschen, die direkt oder indirekt vom Tourismus leben. Sie sollen durch Steuererleichterungen unterstützt werden.