Die Temperaturen steigen, die Sommerferien starten und Deutschland zieht es viele ans Meer. Die Strände an der deutschen Küste sind in diesem Sommer nicht zuletzt wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie beliebter denn je. Mit jedem Bundesland, das seine Schüler in die Ferien entlässt, steigt allerdings auch die Zahl der potenziellen Urlauber für die Bundesländer an der Küste an. 

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Grund genug, einmal einen Blick auf die Corona-Lage an der deutschen Küste zu werfen. Wie ist die Lage an der Ostsee und der Nordsee, wo ist noch Platz und welche Strände sind vielleicht bereits gesperrt? Der reisereporter gibt dir den Überblick. 

So ist die Corona-Lage an den Stränden der Ostsee

Die Ostsee ist nicht erst seit der Krise das wohl beliebteste Reiseziel der Deutschen im Inland. Die bekannten Badeorte sind auch sonst im Sommer gut besucht, die Strände voll und Unterkünfte schnell ausgebucht. In diesem Jahr allerdings müssen die Bürgermeister eingreifen, sobald die Zahl der Touristen das zugelassene tägliche Pensum übersteigt. 

An diesem Wochenende kam es bereits am Samstagmittag zu ersten Maßnahmen. So mussten laut einem Bericht der „Kieler Nachrichten“ an der Lübecker Bucht einzelne Parkplätze und Strandabschnitte gesperrt werden. Besonders voll wurde es im Laufe des Tages dann in den beliebten Badeorten Scharbeutz und Haffkrug. Am Sonntagmittag stand auf der Website www.strandticker.de nur die Ampel eines Strandabschnittes in Scharbeutz auf Gelb, alle anderen Ostsee-Bäder in der Lübecker Bucht standen zunächst auf Grün. 

In Travemünde, Niendorf und Timmendorfer Strand hingegen blieb der Besucheransturm überschaubar, genauso wie in anderen beliebten Badeorten an der Ostsee, wie die „Lübecker Nachrichten“ berichten. Und auch sonst gibt es noch zahlreiche Orte an der Ostsee, die noch nicht überlaufen sind. Mecklenburg-Vorpommern hat trotzdem noch am Samstagabend entschieden, dass Tagesgäste bis mindestens zum 4. August nicht willkommen sind. Laut einem Regierungssprecher seien Tagesausflüge bis dahin in das bei Urlaubern beliebte Bundesland nur im Rahmen einer Busreise möglich. 

So ist die Corona-Lage an den Stränden der Nordsee

An der Nordsee geht es etwas beschaulicher zu an diesem Wochenende. Während in Scharbeutz erste Strandabschnitte gesperrt werden mussten und der Ansturm zeitweise für lange Staus sorgte, tauchen etwa vom Nordsee-Bad Bensersiel gemächlichere Bilder auf. Sie zeigen, wie eine überschaubare Zahl von Badegästen unter Einhaltung der Abstandsregeln die hohen Temperaturen genießt. 

Dass sich die Besucher auf Sylt, in Sankt Peter-Ording oder in Cuxhaven an die Corona-Regeln halten, überlassen die Gemeinden allerdings nicht dem Zufall. Im Nordseebad Büsum etwa sorgen Sicherheitskräfte für die Einhaltung der strengen Abstandsregeln.

Sankt Peter-Ording plant außerdem, sich in Zukunft auf digitalem Wege einen Überblick über die Auslastung der kilometerlangen Strände zu verschaffen. Laut einem Bericht des „NDR“ will der Badeort dafür WLAN-Tracking nutzen, um die Smartphones am Strand zu zählen, ohne auf persönliche Daten zugreifen zu müssen. Die Ergebnisse sollen dann in Form eines Ampelsystems in der Sankt-Peter-Ording-App für die Besucher bereitstehen.