In Zeiten der Corona-Pandemie macht jedes Land seine eigenen Regeln, um die Bevölkerung und Urlauber vor einer Infektion zu schützen. Und obwohl jede dieser Maßnahmen ihre Berechtigung hat, sind einige davon ziemlich kurios. 

Für einen großen Aufschrei sorgte die Maskenpflicht auf Mallorca. Dort muss überall ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, außer am Strand, auf der Uferpromenade oder in der Natur. Das wollen viele Urlauber nicht akzeptieren und stornieren daher ihren Sommer-Urlaub 2020 auf der beliebten Insel.

Die Gründe sind mit Sicherheit vielfältig: Einige bekommen bei hohen Temperaturen keine Luft, andere sehen den Zweck dahinter nicht ein und manch einer fürchtet Bikinistreifen im Gesicht.

Doch im Corona-Sommer gibt es noch andere Regelungen, die ziemlich kurios sind. Der reisereporter gibt einen Überblick.

Urlaub in Frankreich: Wegwerfen der Maske kostet 750 Euro Strafe

In vielen Ländern gibt es eine Maskenpflicht – an welchen Orten sie überall gilt, fällt unterschiedlich aus. Wer keine Mund-Nasen-Bedeckung trägt, muss teilweise mit saftigen Strafen rechnen. Besonders teuer kann es in Italien, Spanien und der Türkei werden. Deshalb sollten sich Urlauber schon vor der Reise genauestens darüber informieren.

Aber Frankreich legt in Sachen Bußgelder für Masken noch einen drauf. Wer ohne den Schutz im Zug erwischt wird, muss bereits mit einem Bußgeld von 135 Euro rechnen. Mindestens genauso teuer wird es für jene, die ihre Einwegmaske danach einfach auf die Straße werfen – in besonders schweren Fällen könnten es sogar 750 Euro werden

Urlaub in der Schweiz: Vier Quadratmeter Abstand im Spa

Wer in der Schweiz ein entspanntes Wellness-Wochenende verbringen will oder einen längeren Spa-Urlaub plant, hat die Möglichkeit dazu. In Schwimmbad, Sauna und Dampfbad gilt aber: eine Person pro vier Quadratmeter Fläche. Das berichtet die „Tagesschau“.

Das Einhalten dieser Corona-Regel könnte unter Umständen aber schwierig werden – schließlich ist es gar nicht so einfach, beim Schwimmen die genaue Quadratmeterzahl einzuschätzen.

Urlaub in Spanien: Am Flughafen messen geheime Kameras Fieber

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Spanien wird bei Touristen die Körpertemperatur an Flughäfen mit einem handlichen Fiebermessgerät gemessen. So müssen Urlauber, deren Temperatur 37,5 Grad überschreitet, damit rechnen, dass sie einer eingehenderen Untersuchung unterzogen werden.

Weniger offensichtlich geht es scheinbar an den Flughäfen in Spanien zu. Laut der „Mallorca Zeitung“ gibt es unter anderem am Airport von Palma de Mallorca geheime Wärmebildkameras, die das übernehmen. So soll das Coronavirus keine Chance haben, sich auf der Insel zu verbreiten.

Urlaub in Italien: Statt Desinfektionstunnel am Strand gibt es Probleme im Zug

Kurz bevor Italien seine Grenzen wieder für Touristen geöffnet hat, gab es einige skurrile Ideen zum Schutz der Urlauber vor dem Coronavirus. Im Gespräch waren unter anderem Tunnel, die Urlauber auf dem Weg zum Strand desinfizieren, und Plastik-Boxen, um am Strand genügend Abstand zu garantieren.

Sonnenbad in Plastik-Boxen: Ist das die Zukunft des Strandurlaubs in Corona-Zeiten?

Durchgesetzt haben sich diese Entwürfe nicht, eine kuriose Social-Distancing-Regel gibt es aber – zum Nachteil von einigen Bahn-Fahrern. Wer nämlich mit der Deutschen Bahn nach Italien reist, kann sich wie gewohnt einen Sitzplatz reservieren. Da aber in Italien nur die Fensterplätze belegt werden dürfen, entfällt der Anspruch auf einen Platz am Gang, auch wenn der eigentlich reserviert ist. Das hat HolidayCheck herausgefunden.