Der Sommer-Urlaub 2020 wird wegen der Corona-Pandemie vielerorts vor allem eines: kuschelig. Denn während zahlreiche Länder ihre Grenzen für Urlauber nach wie vor geschlossen halten, verbringen viele Deutsche ihre freien Tage im eigenen Land, am liebsten an der Küste oder in Bayern. Kein Wunder also, dass es gerade dort dieser Tage besonders voll werden kann. 

Abstandsregeln, Hygienevorschriften und Mundschutzpflicht – all das gilt angesichts des Coronavirus allerdings auch im Urlaub. Menschenmassen sind da nicht unbedingt die beste Voraussetzung für eine sichere Reise. Und sich die wohlverdiente Auszeit am Meer mit Tausenden Menschen am Strand zu teilen, das macht auch nicht unbedingt Spaß, oder? Mit unseren fünf Tipps steigerst du die Chance, auch in Deutschland ruhige Momente und Orte zu entdecken. 

1. Informiere dich über Ferienzeiten

Klar, Sommerzeit ist Ferienzeit in Deutschland. Aber es gibt durchaus Unterschiede, die es dabei zu beachten gilt. Denn nicht jedes Bundesland hat gleichzeitig Urlaub. So ist etwa Mecklenburg-Vorpommern als erstes Bundesland bereits am 22. Juni in die Sommerpause gestartet, während Baden-Württemberg seine Schüler erst am 30. Juli in die Ferien entlässt.

Wenn du weißt, wann die Schule an deinem Reiseziel wieder losgeht, und deine Reisezeit danach richtest, vermeidest du also zumindest schon einmal, dass die einheimischen Kids sich mit dir und all den anderen Urlaubern am Strand oder auf den Wanderwegen tummeln.

2. Checke lokale Apps und Portale

Kroatien, Griechenland und Spanien haben den Weg für den Sommerurlaub geebnet und empfangen mittlerweile neben vielen anderen beliebten Urlaubsländern in Europa wieder Touristen. Und obwohl sich viele Urlauber gegen eine Reise ins Ausland entscheiden, werden auch dort die Strände und Städte wieder voller. Das bleibt allerdings nicht folgenlos, denn vielerorts steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle wieder an. 

Um den Touristen-Ansturm zu managen, haben sich deshalb viele deutsche und europäische Destinationen etwas einfallen lassen und weisen mit Apps, Bannern und auf regionalen Portalen auf die aktuelle Auslastung des jeweiligen Spots hin. So gibt es etwa in Portugal eine Ampel-App für die Strände und in den deutschen Badeorten Sankt Peter-Ording und Scharbeutz wird ein Ticketsystem für den Strandbesuch getestet.

3. Plane deinen Urlaub im Voraus

Wie Punkt eins und zwei vielleicht schon vermuten lassen, ist Spontaneität in Zeiten der Corona-Krise ein echtes Luxusgut. Insbesondere, wenn du Menschenmassen vermeiden willst, solltest du also auch deinen Urlaub im Voraus planen und dich über die aktuelle Lage vor Ort informieren. Auch die Auslastung bei den Unterkünften und Stauprognosen können ein Hinweis darauf sein, wie viel an deinem Reiseziel los sein wird.

4. Entdecke Orte ohne deinen Reiseführer

Aber keine Sorge: Auch, wenn die Hotspots an deinem Urlaubsziel überlaufen sind, fällt nicht auch automatisch die Ruhe auf Reisen ins Wasser. Denn die meisten Touristen machen es sich recht einfach und suchen sich für ihre Sommer-Reise genau die Orte aus, die von Reiseführern und anderen Urlaubern empfohlen werden. Eigentlich nur logisch, dass es dort voll wird, oder?

Die Alternative: Gehe selbst auf Entdeckungstour und fahre zum Beispiel vom beliebten Badeort aus an der Küste entlang, bis du ein ruhiges Fleckchen Erde findest, an dem es dir gefällt. Oder plane mithilfe von Google Maps deine ganz eigene Wandertour durch Wälder und Berge. Wetten, du wirst viel Neues entdecken?

5. Freunde dich mit schlechtem Wetter an

Wer kennt es nicht – bei strahlendem Sonnenschein drängt es uns nach draußen, bei trübem Regenwetter wollen wir es uns meist lieber zu Hause gemütlich machen. Grund genug, den Automatismus einmal umzudrehen und auch das vermeintlich schlechte Wetter schätzen zu lernen.

Denn wer auch im Regen die Schönheit der Natur lieben lernt, der hat die Chance, auch sonst belebte Ecken ohne Menschenmassen zu erleben. Und so ein Strandspaziergang am stürmischen Meer oder eine Wandertour auf den nächsten Berggipfel in Regenjacke und Gummistiefeln ist doch auch irgendwie ein Abenteuer, oder?