An Stränden, wo sich normalerweise Hunderte Urlauber und Einheimische tummeln, gibt es im Coronavirus-Sommer eine Obergrenze. Maximal 34.000 Menschen dürfen sich an den fünf Stränden von Cala Major, Can Pere Antoni, Ciutat Jardí, Cala Estància und Playa de Palma aufhalten – 27.600 davon allein an der Playa de Palma. So soll der Sicherheitsabstand gewährleistet sein.

Um besser kontrollieren zu können, wie viele Menschen sich an einem Strand befinden, hat die Stadt Palma nun eine App vorgestellt. „Platges Segures“ ist für Android- und Apple-User erhältlich und zeigt die Belegung eines Strandabschnitts im Ist-Zustand an.

Befinden sich also zu viele Menschen an einem Strand, wird dieser für neue Strandbesucher von der Ortspolizei gesperrt. Laut einer Stadtsprecherin mussten in Calviá bereits mehrfach Strände wegen Überfüllung geschlossen werden, bericht die „Mallorca Zeitung“.

Strand-App nutzt Rettungsschwimmer, Einheimische und Urlauber als Quellen

Damit die App eine Überbelegung exakt anzeigen kann, zieht sie Informationen aus verschiedenen Quellen. Zum einen haben Rettungsschwimmer die Aufgabe, mehrfach am Tag die Belegungszahlen zu schätzen und zu aktualisieren. Kameras und Sensoren unterstützen sie beispielsweise am Strand Ciutat Jardí zusätzlich.

Zum anderen sind Einheimische und Urlauber gefragt. Sie können sich mit der App für den Strand registrieren und somit ihren Besuch ankündigen. Außerdem kann die Anwendung an Stränden mit WLAN auf den Standort der Besucher zugreifen, um festzustellen, wie viele Smartphones am Strand eingeloggt sind.

Bei 90 Prozent Belegung wird der Strandabschnitt in der App rot angezeigt

Übersteigt die Belegung eines Strandabschnittes 60 Prozent, färbt sich die App-Anzeige orange – bei 90 Prozent wird der Abschnitt rot angezeigt. Neue Strandbesucher werden dann gebeten, einen anderen der fünf Strände aufzusuchen. Neben den Belegungs-Informationen können die App-Nutzer außerdem die Wasserqualität überprüfen und sehen, welche Flagge derzeit am Strand weht.