Vor allem Ferienhäuser und -wohnungen sind stark nachgefragt: In den Ferienorten an Nordsee und Ostsee seien die Unterkünfte für einen Urlaub in den Sommerferien zu 90 Prozent ausgelastet, teilte der Deutsche Ferienhaus-Verband mit.

Spontan urlaub an Ostsee oder Nordsee buchen? So geht’s

Kurzentschlossene haben zwar noch die Chance auf einen Last-minute-Urlaub – müssen aber flexibler sein, sagt Lars Schwarz, Präsident des Dehoga Mecklenburg-Vorpommern.

Besonders gefragt seien die Unterkünfte in der ersten Reihe am Meer in den klassischen Touristenhochburgen wie Rügen, Usedom, Fischland-Darß und Kühlungsborn – „dort gibt es nicht mehr überall etwas“.

Video: Urlaub an Nordsee und Ostsee trotz Corona 

Das sei aber nicht ungewöhnlich: „Der Großteil der Buchungen kommt in diesen Orten von Stammgästen.“ Die hätten sich ihre Unterkunft für den Sommerurlaub 2020 schon weit vor der Corona-Pandemie gesichert. Restkontingente sind zwar oft noch vorhanden, diese können unter Umständen aber deutlich teurer sein.

Spontan-Buchenden empfiehlt Schwarz eine Kombination aus Stadt und Strand: „Greifswald, Schwerin, Rostock oder Stralsund sind beispielsweise alle nah am Strand, und da bekommt man garantiert noch Unterkünfte. Urlauber haben da nicht nur Kultur direkt vor der Nase, sondern kommen auch schnell zum Strand.“

Ein ähnliches Bild zeichnet sich an der Nordseeküste ab. „An den bekannten touristischen Hotspots sind die Beherbergungsbetriebe im Juli und August größtenteils sehr gut gebucht“, sagt Manuela Schütze von der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein. Das betreffe zum Beispiel Sankt Peter-Ording, Büsum und viele der nordfriesischen Inseln.

Unterkunft an der Nordsee finden

Für Kurzentschlossene lohne aber immer mal wieder der Blick auf Buchungsportale, sagt Julia Lund, Sprecherin von Sylt Marketing. Denn: „Sylt ist in diesem Sommer bereits sehr gut ausgebucht. Aber wir können nicht sagen, es gibt keine Kapazitäten, denn es gibt immer wieder Stornierungen.“ Allerdings sei die Insel in diesem Jahr besser gebucht als gewöhnlich, auch die Strandkörbe seien in fast allen Orten bereits vermietet.

Wer allerdings flexibel ist, findet sicherlich noch eine Unterkunft. Hierfür rät Schütze Interessierten auf dem Festland zu den Nachbarorten der Küsten-Hotspots und der Süßwasseralternative, dem Binnenland. Bei mehr als 1.100 Kilometern Küstenlänge biete Schleswig-Holstein viele Orte abseits der touristischen Hochburgen.