Ein entspannter Urlaub an einem weißen Strand neben türkisblauem Wasser klingt traumhaft – in der Karibik dürfte das in diesem Jahr allerdings schwierig werden. Zwar öffnen Jamaika, die Dominikanische Republik, die Bahamas, Barbados und Kuba im Juli wieder für den internationalen Tourismus, aber seitens Deutschlands gelten sie als Corona-Risikogebiete und noch bis zum 31. August besteht eine Reisewarnung.

Urlauber, die dennoch reisen, sitzen unter Umständen auf den Inseln fest, sollte es zu einem weiteren Lockdown kommen. Denn eine Rückholaktion wird es laut der Bundesregierung nicht mehr geben. Außerdem müssen sie nach ihrer Rückkehr entweder einen negativen Corona-Test vorweisen oder in eine 14-tägige Quarantäne

Für Überseeinseln in der Karibik kann es bei der Reisewarnung zu Ausnahmen kommen, da sie zu europäischen Ländern gehören. Bei welchen Inseln das derzeit der Fall ist, weiß der reisereporter.

Reisen nach Aruba, Bonaire und Curaçao möglich

Die niederländischen Überseegebiete Aruba, Bonaire, Curaçao, St. Maarten, Saba und St. Eustatius stehen seit dem 1. Juli für Touristen offen.

Eine Reisewarnung gibt es nicht: „Für die Überseegebiete gibt es zwar gesonderte Regelungen, da sie weder zur Europäischen Union noch zum Schengen-Gebiet gehören. Wenn aber auf unserer Website nicht ausdrücklich vor einer Reise gewarnt wird oder eine Einreise untersagt ist, besteht auch keine Reisewarnung“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts gegenüber dem reisereporter.

Auch auf der Liste der Corona-Risikogebiete des Robert-Koch-Institutes (RKI) tauchen sie nicht auf, weshalb du bei deiner Rückkehr schlussfolgernd nicht in Quarantäne musst.

Wenn du also bei einem Reiseveranstalter ein Angebot findest, kannst du auf diesen Inseln recht ungehindert deinen Urlaub verbringen. KLM bietet beispielsweise Flüge auf die Inseln an. Allerdings gelten auch dort Corona-Regeln. 

Die französische Überseeinsel Martinique ist wieder für Touristen offen.

Das brauchst du für die Einreise auf Aruba, Curaçao und Bonaire

Vor der Einreise nach Aruba beispielsweise müssen Reisende bis 72 Stunden vor dem Abflug einen Corona-Test durchführen lassen und das Ergebnis in einem Reise-Antragsformular online hochladen. Abgefragt werden auch Daten des Reisepasses und Gesundheitsfragen. Wenn alles in Ordnung ist, bekommst du eine Bestätigungsmail, die beim Check-in die Reise ermöglicht.

Die gleiche Prozedur müssen Curaçao-Urlauber durchlaufen. Auch hier darf der Corona-Test nicht älter als 72 Stunden sein und muss in einem Formular bis 48 Stunden vor Abflug hochgeladen werden. Für die Insel Bonaire müssen Touristen lediglich eine Gesundheitserklärung ausfüllen. 

Frankreich: Martinique, St. Barths, St. Martin für Urlauber geöffnet

Auch Reisen auf die französischen Überseeinseln sind seit dem 10. Juli wieder ohne Quarantänemaßnahmen möglich – zugänglich waren die Inseln Martinique, Guadeloupe, St. Barths beziehungsweise Saint-Barthélemy und St. Martin aber bereits seit dem 22. Juni.

Wenn du jetzt hinfliegen willst, musst du bei deiner Ankunft einen negativen Covid-19-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Französisch-Polynesien öffnet ab dem 15. Juli für den internationalen Tourismus. Internationale Flüge nach Neukaledonien werden weiterhin bis zum 31. Juli ausgesetzt.

Ob auch die Reisewarnung entfällt, bleibt abzuwarten. Bisher galt die Reisewarnung aufgrund der geschlossenen Grenzen. „Für die Aktualisierungen weltweit brauchen wir etwas Zeit. Wir prüfen immer genau, ob eine Einreise tatsächlich möglich ist. Ist dies der Fall, könnte auch für diese Überseegebiete die Reisewarnung aufgehoben werden“, so das Auswärtige Amt auf reisereporter-Nachfrage.