Für die Türkei besteht wegen der Pandemie weiterhin eine Reisewarnung. Beim Auswärtigen Amt heißt es dazu: „Aufgrund der Ausbreitung von Covid-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wird vor nicht notwendigen touristischen Reisen in die Türkei weiterhin gewarnt.“

Die Bundesregierung hatte die Reisewarnung bis zum 31. August verlängert, ebenso wie für mehr als 130 weitere Länder außerhalb Europas. Auch das Robert-Koch-Institut (RKI) stuft die Türkei als Corona-Risikogebiet ein. Nach Angaben der Johns Hopkins University hat die Türkei mehr als 209.000 Corona-Infizierte, mehr als 5.300 Menschen starben infolge einer Covid-19-Erkrankung (Stand: 10. Juli).

Aber: Die Aufhebung der Reisewarnung könnte in Planung zu sein. „Wenn die Lage gut ist – und letzte Woche war die Lage gut – können wir relativ schnell die Öffnungen vorbereiten“, sagte der Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, gegenüber „RTL“. Es gebe aktuell Überlegungen, was in den nächsten Tagen getan werde, „um auch hier Reisen zu gewährleisten“.

Türkei: Die Voraussetzungen für die Aufhebung der Reisewarnung

Voraussetzung für die Aufhebung einer Reisewarnung sind zum einen niedrige Infektionszahlen. Zudem müssen die Gesundheitssysteme in einem Land Virusausbrüche gut bewältigen können – sodass Urlauber gesund nach Hause kommen.

Was ändert sich, falls die Reisewarnung für die Türkei aufgehoben wird?

Sollte die Reisewarnung für die Türkei aufgehoben werden und das Land nicht mehr als Corona-Risikogebiet gelten, könnten Deutsche wieder ganz normal dort Urlaub machen – natürlich mit den vor Ort geltenden Regeln und Einschränkungen. Reiseveranstalter wie Tui, Alltours und Co. würden das Programm voraussichtlich wieder hochfahren.

Bei einer Corona-Erkrankung gilt: Gesetzliche Krankenkassen kommen für Behandlungen bei einer akuten Erkrankung oder einem Unfall in einem EU-Mitgliedsland sowie in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen auf. Darüber informiert das Bundesgesundheitsministerium. Erstattet wird aber nur, was im Urlaubsland den dort versicherten Einwohnern zusteht. Der Krankenrücktransport nach Deutschland wird grundsätzlich nicht bezahlt.

Eine Auslandsreise-Krankenversicherung, die Behandlungs- und Medikamentenkosten sowie den Rücktransport im Ernstfall abdeckt, ist daher immer ratsam.