1. Das Gänseliesel – meistgeküsstes Mädchen der Welt

Sie ist einfach hübsch anzusehen, die Statue vor dem Alten Rathaus. Dort steht das zierliche Mädchen nun seit dem 8. Juni 1901 und erfreut Besucher und Bürger. Seitdem hat sich das Göttinger Gänseliesel zum meistgeküssten Mädchen gemausert, ein Dank an die Studierenden. Jeder Neuimmatrikulierte musste früher das Gänseliesel küssen.

„Doktorandenschau“ vor dem Gänseliesel

Das gefiel der Obrigkeit gar nicht, und so wurde das Küssen ab 1926 unter Strafe gestellt. Das Verbot ist übrigens bis heute in Kraft. Nichtsdestotrotz kommen nun die Doktoranden, nicht mehr die Neuimmatrikulierten, küssen das Göttinger Wahrzeichen – und schmücken es zum Dank an ihre Unistadt mit Blumen.

Übrigens: Auf dem Sockel steht seit 1990 eine Kopie, das Original kannst du im Städtischen Museum bewundern.

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2. Der Wall – im Grünen die Innenstadt umrunden

Wer lustwandelte wohl schon alles über den Göttinger Wall? Carl Friedrich Gauß, Max Planck, Otto Hahn? Einmal zu Fuß, leicht erhöht, rund um die Göttinger Innenstadt, das ist ein Erlebnis, das du dir nicht entgehen lassen solltest. Denn hier kann man Geschichte atmen, auf Schautafeln historische Wallansichten bewundern und rechts und links des Weges alte und neue Baukultur entdecken.

So zum Beispiel auch das Bismarckhäuschen, in dem der ehemalige Reichskanzler in seiner Studentenzeit im Jahr 1833 für sechs Monate wohnte. Vom Wall aus kannst du, wenn du vom Auditorium Maximum kommst, auch den Alten Botanischen Garten erreichen. Der Besuch, ganz besonders der sehr alten Gewächshäuser, lohnt sich.

Hier lebte Otto von Bismarck in seiner Göttinger Studentenzeit für ein halbes Jahr.

Auch das Deutsche Theater liegt am Wall und die Skulptur „Die Läuferin“ von Joachim Eriksen zeigt genau das, was hier tagtäglich geschieht. Jogger, in großer Zahl, umrunden die City auf dem Wall. Wenn du nicht joggen willst, auch gut: Viele Bänke laden dich zum Verweilen oder zum Klönen mit Freunden ein.

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3. Die Naturbäder – baden ganz ohne Chlor

Herrlich, es ist heiß - und das Freibad wartet! In Göttingen findest du mit dem Parkbad Weende und dem Naturerlebnisbad Grone gleich zwei Bäder, in denen das Wasser ohne Chemie aufbereitet wird. Im Parkbad Weende wartet außerdem eine Riesenrutsche und ein 10-Meter Turm auf dich – und sogar ein Sandstrand.

Die Wasserrutsche im Parkbad Weende.

Im Erlebnisbad in Grone, das schon 2006 zum Naturbad umgebaut wurde, blieb der alte Baumbestand erhalten. Hier wird ganz besonders auf die Natur geachtet. Noch ein Tipp: In der Göttinger Umgebung gibt es auch offizielle Badeseen, den Wendebachstausee zwischen Niedernjesa und Reinhausen sowie den Seeburger See mit seinem eigenen Freibadgelände.

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4. Der Stadtfriedhof – Ruhestätte für Nobelpreisträger

Etwas sehr Geschichtsträchtiges ganz im Grünen: der historische Stadtfriedhof an der Kasseler Landstraße. Eindrucksvolle alte Bäume geben den Gräbern einen ganz besonders würdevollen Rahmen. Hier wird den verstorbenen Göttinger Nobelpreisträgern im Nobel-Rondell besondere Anerkennung gezollt.

Neun Nobelpreisträger sind auf dem Stadtfriedhof begraben: Otto Wallach (Nobelpreis für Chemie 1910), Max von Laue (Nobelpreis für Physik 1914), Max Planck (Nobelpreis für Physik 1918), Walther Nernst (Nobelpreis für Chemie 1920), Richard Zsigmondy (Nobelpreis für Chemie 1925), Adolf Windaus (Nobelpreis für Chemie 1928), Otto Hahn (Nobelpreis für Chemie 1944), Max Born (Nobelpreis für Physik 1954) und Manfred Eigen (Nobelpreis für Chemie 1967).

Imposant: prachtvolle Grabmäler unter üppigem Baumbestand.

Ihre Gräber findet man um einen idyllischen Teich gruppiert. Und auch die Kultur hat hier einen Platz gefunden: In der Torhaus-Galerie, an der Nordseite des Friedhofs gelegen, findest du ein spannendes und abwechslungsreiches Kulturangebot.

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5. Der Planetenweg – unterwegs im Sonnensystem

Maßstabsgetreu sind auf dem Göttinger Planetenweg die Sonne und die sie umkreisenden Planeten abgebildet. Zwei Milliarden Kilometer im Weltall entsprechen einem Kilometer Göttinger Planetenweg. Wenn du den ganzen Weg gehen willst, braucht du etwas Zeit, aber es lohnt sich auch schon der kürzere Abschnitt durch die Innenstadt.

Er beginnt in der Goetheallee, nicht weit vom Bahnhof, mit der Sonne, die den stattlichen Durchmesser von 70 Zentimetern aufweist. Es folgen Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter und Saturn, bevor der Planetenweg am Deutschen Theater die Innenstadt verlässt.

In Sichtweite: Der kleine Merkur und die große Sonne.

Die Bronzestelen mit den Abbildungen der jeweiligen Himmelskörper bieten neben einem Steckbrief mit den wichtigsten wissenschaftlichen Daten, auch Hinweise auf Interessantes in der unmittelbaren Umgebungauf Goethes ehemalige Wohnung beispielsweise.

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6. Eis – Vielfalt und Genuss pur

Die Sonne strahlt vom blauen Himmel – so heiß, ein Eis. Ob ein Eis im Sitzen oder eins auf die Hand, köstliche Eisspezialitäten gibt es in Göttingen fast an jeder Ecke. Die Auswahl ist riesig, und auch für deinen Geschmack ist sicher etwas dabei. Schon die Namen der Eisdielen sind Programm: „Eislust“, „Eisfieber“ und „Eishus“ laden mit wechselndem Angebot zum Schlemmen ein.

„Eislust“ hat zum Beispiel mehr als 20 Sorten im täglich wechselnden Programm. Und auch das „Eishus“, neben dem Kaffeehus, schräg gegenüber vom Auditorium, bietet immer etwas Neues. Ob Karotten- oder Orange-Basilikum-Eis, schwarzes Asphalt-Eis oder diverse vegane Sorten – Probieren geht über Studieren.

Eiskalten Genuss gibt es in Göttingen in riesiger Auswahl

Lecker ist‘s immer und ausgefallen auch. Wo es die größten und köstlichsten Kugeln gibt, musst du schon selbst herausfinden. In Sachen Eisgenuss ist Göttingen jedenfalls einfach Spitze.

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7. Die Innenstadtkirchen – Ruhepole mit Geschichte

Kirchen sind ein wichtiger Teil der Stadtgeschichte, für die Gläubigen ein Ort der Einkehr und für Touristen immer ein lohnendes Ziel, um eine kleine informative Auszeit zu nehmen. Als Ausgangspunkt für eine Göttinger Kirchenerkundung sei dir der Vier-Kirchen-Blick in der Nähe des Gänselieselbrunnens empfohlen.

Das Altarkreuz in der Kirche St. Michael.

Von hier kannst du St. Jacobi, die Rats- und Marktkirche St. Johannis, St. Albani und St. Michael sehen – und übrigens auch prima fußläufig erkunden. Alle Kirchen überraschen bei einem Besuch mit Besonderheiten, St. Jacobi zum Beispiel mit einer außergewöhnlichen optischen Täuschung und dem prächtigen dreiflügeligen Altar, St. Michael mit dem modern und hell gestalteten Innenraum und einem Kruzifix aus dem 16. Jahrhundert.

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Bonus-Tipp für Film-Freunde: Das Open-Air-Kino im Freibad am Brauweg zeigt den ganzen Sommer über in entspannter Atmosphäre eine breite Auswahl wirklich toller Filme. Schau einfach mal rein!

Infos findest du auf der Website des Kultursommers oder dem Blog von Göttingen Tourismus.