Die Covid-19-Pandemie erschwert uns den diesjährigen Sommerurlaub zwar. Allerdings plant jeder Vierte einer Umfrage nach, schnellstmöglich wieder hierzulande zu verreisen. Das spiegelt sich auch in einer aktuellen Auswertung des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) wider. Darin heißt es: „Deutschland mit seinen Urlaubsregionen ist im Sommer 2020 als Reiseziel noch beliebter als in den Vorjahren und verteidigt damit souverän seine Spitzenposition.“

Im Rahmen der Analyse untersuchten die Experten rund 85.000 Urlaubsrouten, über die sich Mitglieder der Organisation im Mai und Juni informiert hatten. Das Ergebnis: 37 Prozent von ihnen führen durch das eigene Land. Die beliebtesten Ziele zeigt dir der reisereporter.

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Platz 1 auf der Bucket List: Bayern-Urlaub im Allgäu

Eine beruhigende Stille, klare Luft und malerische Aussichten: Bayern bietet Urlaubern ein abwechslungsreiches Programm, auch im diesjährigen Sommer. Das wissen die Deutschen der Auswertung nach zu schätzen. 4.246 der untersuchten Routen führen ins Allgäu oder nach Oberbayern.

Glitzernde Seen, sagenhafte Berge und traumhafte Aussichten: Bayern ist für Deutsche das Reiseziel schlechthin.

Wer sich ebenfalls für einen Urlaub in dem Bundesland interessiert, hat Glück: Dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) zufolge verfügen die Unterkünfte über genügend Kapazitäten für die Saison. Regionale Unterschiede gebe es hinsichtlich der Auslastung nicht.

Ebenfalls beliebt: Eine Reise nach Schleswig-Holstein

Weitere 5,1 Prozent der vom ADAC untersuchten Routen führen nach Schleswig-Holstein. Kein Wunder – denn hier locken Sehenswürdigkeiten wie die Seebrücke in Grömitz, die Leuchttürme entlang der Küste oder die Holsteinische Schweiz jährlich zahlreiche Urlauber aus ganz Deutschland an. 

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Fans des Bundeslandes lieben die Holsteinische Schweiz. Bei diesem Anblick ist das nicht verwunderlich.

Die Beliebtheit spiegelt sich der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein zufolge in der Regel in den Buchungen der Unterkünfte wider. Das gelte beispielsweise für Hochburgen wie Sankt Peter-Ording oder Timmendorfer Strand. Doch für alle, die noch an einer Reise in das Bundesland interessiert sind, haben die Experten einen Tipp: die benachbarten Küstenorte und das Binnenland. 

Urlaub mit dem Auto: Die Deutschen zieht es ans Meer

Des Weiteren sind 4,7 Prozent der Routen der ADAC-Auswertung auf die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns zurückzuführen. Besonders gefragt sind dem örtlichen Hotel- und Gaststättenverband nach Unterkünfte in der ersten Reihe am Meer in den klassischen Hochburgen wie Rügen, Usedom oder Kühlungsborn. Als Geheimtipp gelte daher ein Urlaub in einem Gutshaus.

Wer denkt, märchenhafte Aussichten gebe es nur im Ausland, irrt – das zeigt Mecklenburg-Vorpommern.

Einen Platz hinter Mecklenburg-Vorpommern liegen im Ranking die Ostfriesischen Inseln. Dorthin führen 3,4 Prozent der untersuchten Wege.

Mit dem Auto nach Kroatien, Italien oder in die Türkei? Kein Problem!

Während sich 37 Prozent der abgefragten Routen auf Deutschland beziehen, führen die restlichen Strecken ins Ausland. Insbesondere Kroatien erfreut sich bei Autofahrern großer Beliebtheit. Der Anteil an entsprechenden Routen beträgt in der Auswertung ganze 13,8 Prozent. Dann folgen die Türkei (11,5 Prozent) und Italien (8,2 Prozent). 

Nach Einschätzung der ADAC-Experten ergibt sich die gestiegene Nachfrage hinsichtlich der Türkei allerdings nicht durch herkömmliche Urlauber, sondern vielmehr durch Reisende, die eine Fahrt in die Heimat planen. 

Ein Vergleich zur Auswertung des Vorjahres zeigt: Ein Großteil der italienischen Urlaubsregionen findet keinen Platz mehr im Ranking. Schuld daran ist womöglich die Covid-19-Pandemie, die noch immer den Alltag im Land bestimmt. Sie traf Italien härter als die meisten anderen EU-Staaten.