Bamberg in Bayern

Ein wirklicher Geheimtipp ist die bayerische Stadt Bamberg nicht – ihr Charme hat sich längst herumgesprochen. Bamberg ist Weltkulturerbestadt und vor allem der Altstadt-Bereich mit Dom, Altem Rathaus und der Residenz, dem einstigen Schloss, ist sehenswert. 

Klein-Venedig ist der Spitzname von Bamberg, und das liegt vor allem am alten Fischereiviertel, das bei deinem Bamberg-Trip nicht fehlen darf. Hier stehen dicht gedrängte Fachwerkbauten aus dem Mittelalter, drum herum winzige Gärten. Und wie der Name Klein-Venedig schon vermuten lässt, lässt sich das Gebiet am besten per Boot erkunden.  

Lüneburg in Niedersachsen

Lüneburg ist alles andere als ein Vorort von Hamburg oder Lübeck; vielmehr lockt die Hansestadt mit ganz viel Charme. Die Altstadt mit dem Alten Rathaus und dem hübschen Wasserturm ist nicht nur schön anzusehen, hier lässt es sich perfekt schlendern. Wer den perfekten Ausblick sucht, fährt mit dem Aufzug den Wasserturm hoch und verschafft sich von der 56 Meter hohen Aussichtsplattform einen Überblick. 

Lüneburg ist übrigens einst durch den Salzhandel reich geworden – Spuren dieser Zeit finden sich noch an einigen Ecken, etwa im Salzmuseum. Der reisereporter hat Lüneburg bereits erkundet und gibt Tipps für den perfekten Tag in der Hansestadt. 

Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern

Schon einmal über einen Besuch in Schwerin nachgedacht? Nicht? Dann solltest du das unbedingt ändern. Die Hauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns bietet viel für einen Kurzurlaub in Deutschland!

Das Schloss liegt wunderschön in Seen eingebettet, früher hatte der Standort der Burg eher den Zweck, Feinde fernzuhalten. Das Schloss ist das alles überragende Bauwerk der Stadt, aber auch ansonsten lässt sich einiges sehen, etwa der Dom zwischen all den Fachwerkhäusern. Von oben hast du auch einen beeindruckenden Blick über die Stadt. 

Der reisereporter hat sich schon einmal für dich in Schwerin umgesehen und gibt dir Tipps für dein perfektes Wochenende

Worpswede in Niedersachsen

Worpswede in der Nähe von Bremen liegt mitten im Teufelsmoor, ist ein staatlich anerkannter Erholungsort, gleichzeitig aber eine Hochburg für Kultur- und Musikinteressierte. Denn nebst schöner Natur ist Worpswede bekannt für die Künstlerkolonie, eine Lebensgemeinschaft von Künstlern. Kein Wunder also, dass es auch zahlreiche Galerien und Kunsträume zu bestaunen gibt. 

Dieses Bauwerk solltest du bei deinem Trip nicht verpassen: Das Haus im Schluh dient nicht nur als Ausstellungsort, es ist eine alte Moorkate aus dem Moordorf Lüningsee. Mit seinem idyllischen Erscheinungsbild ist es ein perfektes Fotomotiv.

Passau in Bayern

Passau ist ein niederbayerisches Idyll: In der Altstadt gibt es unendlich viele enge Gassen, manche kaum breit genug, dass man hindurchgehen kann, dazu Kirchen und den imposanten Dom St. Stephan. Doch weil es hier auch zahlreiche Studenten gibt, finden sich auch allerlei Bars und Kneipen rund um die Altstadt. Den besten Blick gibt es von der alten Burg Veste Oberhaus auf der einen Seite der Donau oder dem Kloster Maria Hilf auf der anderen Seite.

Doch das eigentliche Highlight der Stadt im Drei-Länder-Eck Deutschland, Österreich und Tschechien sind die drei Flüsse, die sich in Passau finden: die blaue Donau, der grüne Inn und die schwarze Ilz. An der Ortsspitze fließen die drei Flüsse zusammen und bilden ein einzigartiges Farbenspiel. Das lässt sich übrigens auch auf einer Schifffahrt oder einer Kanu-Tour bestaunen. 

Idylle pur: Die Donau schlängelt sich um die Altstadt von Passau.

Bremerhaven in Bremen

Wusstest du, dass es in Bremerhaven das beste Museum Europas gibt? Als solches wurde das Deutsche Auswandererhaus vor einigen Jahren ausgezeichnet. Und es ist nicht das einzige absolut sehenswerte Museum in der kleinen Stadt, die zu Bremen gehört, aber 60 Kilometer davon entfernt liegt. Bremerhaven hat sich in den vergangenen Jahren neu erfunden und gehört definitiv auf deine Bucket List.

Im Klimahaus kannst du die Welt umrunden und mehr zu den klimatischen Herausforderungen des jeweiligen Landes lernen. Und das möglichst authentisch: So sind Luftfeuchtigkeit und Temperatur den neun Stationen auf fünf Kontinenten angepasst. Der reisereporter war schon da und hat die Welt in vier Stunden erkundet.

Und wer sich mit dem Trip nach Bremerhaven beeilt, kann auch noch kleine Eisbären sehen. Am 8. Dezember 2019 sind Anna und Elsa, die beiden Eisbären-Zwillinge, auf die Welt gekommen – und seit dem Frühjahr erkunden sie auch ihren Außenbereich, seit Mai auch wieder vor Besuchern. 

Anna und Elsa heißen die Eisbären-Zwillinge im Zoo am Meer in Bremerhaven.

Melsungen in Hessen

Die hessische Kleinstadt Melsungen hat zwar ein Schloss, aber viel beeindruckender ist das Fachwerk in der Altstadt. Hier reiht sich ein Gebäude an das nächste und zusammen bilden sie ein herrliches rot-weißes Ensemble, das an das Leben im Mittelalter erinnert.

Melsungen wird auch als „Bartenwetzerstadt“ bezeichnet, weil die meisten Menschen als Holzfäller arbeiteten und morgens mit ihrem Beil, auf Norddeutsch Barte, loszogen. Wer einen Bartenwetzer sehen will, muss um 12 oder 18 Uhr zum Rathaus kommen – am kleinen Türmchen zeigt sich die Symbolfigur. Kleiner Tipp nebenbei: Von der Bartenwetzer-Brücke aus gibt es einen tollen Blick über die Fulda. 

Melsungen liegt aber nicht nur an der Deutschen Fachwerkstraße, sondern auch an der Deutschen Märchenstraße. Und weil die Bartenwetzer dafür nicht ausreichen, kannst du auch auf Spurensuche gehen und das Gänseliesl finden. Der Figur aus Grimms „Die Gänsemagd“ ist eine Statue im Zentrum gewidmet. 

Melsungen liegt, das lässt sich nicht übersehen, an der deutschen Fachwerkstraße.

Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern

Rathaus und Nikolai-Kirche sind die Sehenswürdigkeiten, die jeder Tourist in Stralsund sehen möchte. Auch das Katharinenkloster, das einstige Segelschulschiff „Gorch Fock“ und das Meermuseum stehen bei Gästen hoch im Kurs. Das ist kein Wunder, immerhin sind das die fünf Aushängeschilder der Stadt. 

Allerdings gibt es auch noch allerlei Geheimtipps, die der reisereporter auf einem Rundgang gefunden hat. etwa ein Spaziergang im Jüdischen Viertel oder ein Besuch im Gotischen Giebelhaus. Wenn du jetzt dein perfektes Wochenende in Stralsund planst, dann haben wir auch noch einen Ratgeber für dich.

Das Stadtzentrum von Stralsund ist einen Besuch wert.

Meersburg in Baden-Württemberg

Meersburg liegt zwar nicht am Meer, dafür aber am Bodensee und hat damit auf jeden Fall Wasserblick. In Bestenlisten für Kleinstadt-Städtetrips taucht Meersburg nahezu immer auf – und das hat seinen Grund. Meersburg kann mit allerlei imposanten Gebäuden aufwarten, etwa der Burg Meersburg oder dem roten Neuen Schloss, das in der Barock-Zeit gebaut wurde. 

In der Altstadt finden sich einige schmale Gassen, dazu jede Menge Fachwerk. Auch der gelbe Reit- und Stallhof lohnt einen Besuch. Vor allem mit einem kann Meersburg aber punkten, in der Stadt gibt es etliche Aussichtspunkte. Einer der schönsten findet sich auf den Terrassen des Neuen Schlosses. Von hier aus blickt man auf Altstadt, die Meersburg und den Bodensee. 

Die Burg Meersburg gibt der Stadt am Bodensee ihren Namen.

Wernigerode in Sachsen-Anhalt

Der Harz ist als Wandergebiet gerade voll im Trend, aber es gibt auch allerlei hübsche und beschauliche Städte und Dörfer zu bestaunen. Darunter Wernigerode in Sachsen-Anhalt, und kaum eine Altstadt ist so imposant. 

Das dominante Gebäude auf dem Marktplatz ist das alte Rathaus, das bereits 1277 erstmals erwähnt wurde. Vor allem die beiden schmalen Türme machen das Gebäude einzigartig. Drum herum findet sich allerlei Fachwerk und Tradition. Was du sonst noch suchen solltest: Das kleinste Haus und das schiefe Haus sind absolute Sehenswürdigkeiten.

Wernigerode im Harz besticht durch seine hübsche Altstadt.

Bacharach in Rheinland-Pfalz

Kleine Stadt – ganz groß. Bacharach liegt im Unesco-Welterbe-Gebiet Oberes Mittelrheintal und verspricht Romantik und Idylle pur. Hier in den Weinbergen, am Fuße des Hunsrücks, solltest du nicht nur lokalen Weißwein probieren, sondern auch die Gassen erkunden. Rund um den alten Marktplatz und das Rathaus finden sich zahlreiche Fachwerkhäuser. Einen Besuch bei der gotischen Wernerkapelle, beziehungsweise der Ruine, solltest du einplanen. 

Ansonsten finden sich in und um Bacharach zahlreiche Burgen. Von den Türmen der Stadtmauer (die selbst übrigens auch teilweise begehbar ist) hast du einen wundervollen Blick über die Stadt. 14 Türme sind noch ganz oder zumindest in Teilen erhalten. Die Burg Stahleck gehört zum Weltkulturerbe und dient heute als Jugendherberge, die Burg Stahlberg ist ebenfalls sehenswert.

Bacharach liegt im Oberen Mittelrheintal.

Lemgo in Nordrhein-Westfalen

Die meisten Menschen haben von Lemgo wahrscheinlich nur im Zusammenhang mit seiner Handball-Mannschaft gehört. Doch die kleine Stadt im Landkreis Lippe hat auch abseits des Sports einiges zu bieten.

Etwa Hexerei! Ja, richtig gelesen. Das bekannteste Haus der Kleinstadt ist das Hexenbürgermeisterhaus, das 1571 errichtet wurde. Im 17. Jahrhundert soll Bürgermeister Cothmann Hexerei genutzt haben, um seine politischen Gegner aus dem Weg zu räumen.  

Die Altstadt lohnt aber auch sonst für einen Rundgang: Hier findet sich etwa eines der süßesten Rathäuser überhaupt. Das Gebäude ist von der Unesco in die Liste der „Kunstwerke von europäischem Rang“ aufgenommen worden und, genau wie das Hexenbürgermeisterhaus, im Stile der Weserrenaissance errichtet worden. 

Wer es noch etwas üppiger und imposanter haben möchte, besucht Schloss Brake. Es handelt sich um ein Wasserschloss, das zwischen dem 12. und 19. Jahrhundert in mehreren Etappen errichtet wurde. Das Schloss beherbergt heute das Weserrenaissance-Museum.

Der Marktplatz von Lemgo besticht mit Rathaus und Kirche St. Nikolai.

Tübingen in Baden-Württemberg

Die Universitätsstadt Tübingen ist viel mehr als die kleine Schwester der Landeshauptstadt Stuttgart. Ebenfalls am Neckar gelegen findet sich die 90.000-Einwohner-Stadt – und genau dort gibt es auch Sehenswertes, etwa die bunten Häuser, die am Ufer stehen. Auch den berühmten und malerischen Hölderlinturm findest du am Neckarufer. 

Die vom Wasser umgebene Altstadt hat den Zweiten Weltkrieg überstanden und erinnert mit zahlreichen engen Gassen und Fachwerkhäusern an längst vergangene Zeiten. Das Rathaus solltest du zur vollen Stunde besuchen, denn dann erklingt hier ein spezielles Glockenspiel. 

Die Altstadt von Tübingen verspricht Idylle.

Den schönsten Blick auf Tübingen hast du vom Schloss Höhentübingen, das zwar zentral liegt, aber auch auf einem kleinen Berg. Es stammt ursprünglich aus dem 11. Jahrhundert, wurde aber mehrfach restauriert und erweitert. Heute ist es eine Mischung aus Festung, neuzeitlichem Schloss und mittelalterlicher Burg.