Spanien ist eines der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen. Hoch im Kurs stehen Mallorca, die Kanaren und Barcelona. Dabei steht bei vielen Touristen auch ein Roadtrip auf der Reiseliste. Sie wollen den Urlaubsort auf eigene Faust erkunden. Aber Vorsicht, die Tour mit dem Auto kann unter Umständen teuer werden.

Denn: Spanien hat einen der härtesten Bußgeldkataloge Europas. Schon scheinbar unbedeutende Verhaltensweisen können zu einem Knöllchen führen. Der reisereporter verrät dir, weshalb du besser keine Flipflops, dafür aber unbedingt ein T-Shirt beim Autofahren tragen solltest.

Flipflops am Steuer, das wird in Spanien teuer

Wer den Sand zwischen den Zehen spüren und seinen Füßen etwas Luft gönnen möchte, der denkt bei sommerlichen Temperaturen am Urlaubsort wohl kaum an festes Schuhwerk. Bei einer Auto-Tour in Spanien ist das aber wichtig.

Während es in Deutschland nicht verboten ist, mit Flipflops, barfuß, in Socken oder Badesandalen zu fahren, ist es in Spanien untersagt, Badelatschen zu tragen oder sich ohne Schuhe ans Steuer zu setzen. Jeder, der dagegen verstößt, muss mit einer Strafe von 80 Euro rechnen.

Spanien: Autofahrer müssen Hemd tragen

Mal eben vom Strand oberkörperfrei ins Auto steigen und den kühlen Fahrtwind auf der nackten Haut genießen ist in Spanien ebenfalls keine gute Idee. Autofahrer müssen dann ebenfalls mit einem Knöllchen von 80 Euro rechnen. 

In Spanien ist es verboten, ohne Hemd Auto zu fahren. (Symbolbild)

Essen ist in Spanien während der Autofahrt verboten

Ein kaltes Getränk oder ein Eis zum Abkühlen gehören im Sommerurlaub einfach dazu. Beim Fahren mit dem Auto sollten Spanien-Reisende aber darauf verzichten.

Laut dem spanischen Verkehrsrecht werden beide Hände zum Fahren benötigt. Wer zum Beispiel also mit einem Eis in der Hand Auto fährt, der muss mit einer Strafe von 100 Euro rechnen. Bei einem kurzen Schluck, um schnell mal den Durst zu stillen, drückt die Polizei gelegentlich ein Auge zu.

Arm aus dem Autofenster hängen: Strafe droht

Ein lässiges und oft gesehenes Bild an heißen Sommertagen sind Autofahrer, die ihren Arm aus dem Fenster hängen lassen. Zwar ist dieses Verhalten nicht direkt verboten, aber laut der spanischen Verkehrsordnung sollte beim Fahren die vollständige Bewegungsfreiheit gewährleistet sein, um die Sicherheit im Verkehr zu garantieren, berichtet „RTL“.

Autofahrer sollten nicht ihren Ellenbogen aus dem Fenster hängen lassen. (Symbolbild)

Da sich die Reaktionszeit mit dem Ellenbogen am Fenster verringert, könnte ein Strafzettel in Höhe von 80 Euro die Folge sein.

Spanien: Laute Musik oder Streiten im Auto verboten

Wer kennt es nicht: Die Sonne schein und im Radio läuft der Lieblingssong vom Ballermann – besser könnte ein Roadtrip fast nicht laufen. Trotzdem solltest du das Autoradio in Spanien nicht zu laut aufdrehen, denn zu laute Musik ist dort ein No-Go.

Auch lautes Streiten kann zu einem Strafzettel führen. Die Kosten für diese Vergehen liegen bei 80 bis 100 Euro – noch teurer wird es in verkehrsberuhigten Gegenden oder in der Nähe eines Krankenhauses.  

Zu laut Musik im Auto hören kann in Spanien teuer werden. (Symbolbild)

50 Prozent Rabatt beim schnellen Bezahlen von Geldstrafen

Ob auf Mallorca, Ibiza oder auf dem Festland: Die jeweiligen Gemeinden können bei geringfügigen Verstößen die Strafen anpassen.

Ein leichter Verstoß wird mit bis zu 100 Euro geahndet. Schwere Verstöße, wie beispielsweise das Benutzen eines Handys, das Fahren ohne Beleuchtung oder das Tragen von Kopfhörern, kosten bis zu 200 Euro. Noch teurer wird es bei sehr schweren Verstößen: Beim Fahren ohne Führerschein, entgegen der Fahrtrichtung oder bei der Teilnahme an einem Autorennen sind Geldbußen von 500 Euro möglich. 

Wer aber die Strafe innerhalb von 20 Tagen begleichen will, der muss nur die Hälfte zahlen. Diese Regel gilt, sobald der Strafzettel von der Polizei überreicht oder zugestellt wurde.