Normalerweise tummeln sich Abertausende Touristen auf den Straßen von New York City. Um am besten alle Ecken der Stadt zu sehen, nutzen viele die U-Bahnen, die dann regelrecht überfüllt sind. Durch die Corona-Pandemie fehlen jedoch die Touristen und die Einheimischen setzen auf Social Distancing, sodass die Zahl der U-Bahn-Fahrer im Jahresvergleich um etwa 80 Prozent gesunken ist.

Ingenieure entwickeln Fahrrad-Brücke für New York 

Aber auch unabhängig von der Pandemie entscheiden sich immer mehr New Yorker offenbar für die Fortbewegung an der frischen Luft: „Seit Jahren verzeichnen wir einen starken Anstieg beim Radfahren und beim Zu-Fuß-Gehen“, sagte der Transitberater und ehemalige Verkehrskommissar von New York, Samuel Schwartz, gegenüber „Time Out“.

Deshalb hat er gemeinsam mit dem Infrastrukturdienstleister T. Y. Lin International eine Brücke für Fahrradfahrer und Fußgänger entworfen. Die sechs Meter breite Brücke namens Queens Ribbon könnte Midtown Manhattan und Long Island City verbinden, um auch nach der Corona-Pandemie die U-Bahnen zu entlasten. Autos dürften aufgrund der schmalen Bauweise aber nicht darauf fahren.

Brückenbau in New York könnte etwa 100 Millionen US-Dollar kosten

Doch einen Nachteil hat das Projekt: Neben den erforderlichen Genehmigungen von Städten und Bundesstaaten müsste die Stadt schätzungsweise 100 Millionen US-Dollar in den Bau investieren. Dabei hat New York gerade mit einer Finanzkrise zu kämpfen, berichtet die „New York Times“.