Safaris in Kenia und Tansania kann sich nicht jeder leisten: Schon alleine der Eintritt in die Nationalparks kostet pro Tag bis zu 80 US-Dollar – dazu kommen Guide, Auto, Verpflegung und Unterkunft. Kenia fürchtet nun, dass die Touristen nach der Corona-Pandemie noch fernbleiben – und lockt deshalb im kommenden Jahr mit deutlich reduzierten Preisen. 

Der Kenya Wildlife Service (KWS), die staatliche Verwaltung der Nationalparks, hat nun mitgeteilt, dass ab sofort die Eintrittsgebühren für Einheimische wie Touristen um bis zu 50 Prozent gesenkt werden. Und das nicht nur für kurze Zeit, sondern bis einschließlich 30. Juni 2021. Wer also demnächst eine Safari plant – bis Juni 2021 wäre ein guter Zeitpunkt.

Aktuelle Deals

Safari in Kenia: Nationalparks werden bis zu 50 Prozent günstiger 

Die Regelungen gelten für einige der berühmtesten Parks des Landes, etwa den meistbesuchten und größten, Tsavo East. Statt bisher 52 US-Dollar kostet der Eintritt künftig nur noch 30 US-Dollar, umgerechnet knapp 27 Euro. Die gleiche Ersparnis gilt bei den Parks Tsavo West, Aberdares, Meru und dem Gebiet um den zweithöchsten Berg Afrikas, den Mount Kenya. 

Vor allem die Preissenkung im Tsavo East dürfte viele Europäer freuen: Der Park ist für seine rote Erde und die riesige Elefanten-Population bekannt. Bei Strandbesuchern ist das Gebiet beliebt, da es am nächsten zur Küste liegt.

Löwe mit Blick auf die Skyline, Elefant vor dem Kilimandscharo

Auch der Nairobi Nationalpark auf dem Gebiet der Hauptstadt ist unter der Verwaltung von KWS und kostet künftig 35 US-Dollar statt bisher 43 US-Dollar. Deutlich höher ist die Ersparnis in den bei Touristen ebenfalls sehr beliebten Parks Amboseli und Lake Nakuru, die künftig auch 35 US-Dollar Eintritt kosten – statt bisher 60. 

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Der Amboseli bietet einen Panorama-Blick mit Elefanten vor dem Kilimandscharo (der zu Tansania gehört), der Lake Nakuru ist für seine große Nashorn- und Flamingo-Population bekannt. 

Masai Mara: Kenias berühmtester Park ist ausgenommen 

Andere kleinere Parks wie etwa Hell's Gate, wo du neben Zebras radeln kannst, oder Mount Longonot sowie Reservate wie die nahe an der Küste liegenden Shimba Hills oder Marsabit werden im kommenden Jahr 20 US-Dollar Eintritt kosten. Auch die Gebühr für die Marine-Nationalparks wird sinken, Delfin-Watching und Schnorcheln sind für 15 statt bisher 17 US-Dollar möglich. 

Der bekannteste Park des Landes, die Masai Mara an der Grenze zu Tansanias Serengeti, wird hingegen nicht von KWS verwaltet, hier fallen zunächst weiterhin die bisher üblichen 70 US-Dollar Eintritt bei Übernachtung im Park und 80 US-Dollar bei Übernachtung außerhalb an. Ob es hier noch eine Preisanpassung geben wird, ist derzeit unklar. Auch andere beliebte private Gebiete wie Ol Pejeta, in dem die letzten beiden nördlichen Breitmaulnashörner der Welt leben, sind von der KWS-Regelung ausgenommen.

Wettkampf um Touristen in Ostafrika 

Die Verordnung ist eine Reaktion auf den drastischen Einbruch des Tourismus-Sektors durch die Corona-Pandemie. Kenia befindet sich seit Ende März im Lockdown, seither sind auch die Flughäfen geschlossen. Dennoch steigt die Zahl der registrierten Corona-Fälle an, inzwischen auf fast 6.700 (Stand: 2. Juli).

Die Initiative ist auch eine Antwort auf die Tourismus-Politik der Nachbarländer. Tansania hat seine Grenzen schon vor Wochen wieder für internationale Gäste geöffnet, dort sind Safaris und Strandurlaube bereits wieder möglich. Ruanda hat seine Grenzen kürzich ebenfalls geöffnet und wirbt mit drastischen Preisnachlässen auf Parkbesuche und Gorilla-Trekkings.