Gute Nachrichten für Dänemark-Fans: Seit dem 15. Juni sind die Grenzen wieder geöffnet. Urlaub ist also wieder möglich – unter bestimmten Voraussetzungen. Zum einen dürfen nur Urlauber aus als sicher eingestuften Ländern einreisen. Die öffentlich Liste der epidemiologisch sicheren Länder wird fortlaufend aktualisiert und ist bei der dänischen Polizei einsehbar. Aktuell gehört auch Deutschland dazu. 

Zum anderen verlangt Dänemark weitere Voraussetzungen für den Urlaub im Land. So müssen Urlauber bei der Einreise die Buchung von mindestens sechs Übernachtungen in einem Ferienhaus, einem Hotel, auf dem Campingplatz oder in einer anderen Unterkunft nachweisen. Darüber informiert das Auswärtige Amt. Die Übernachtungen können an unterschiedlichen Orten erfolgen.

Reise im Juli gratis auf die dänischen Inseln

Wer diese Voraussetzungen erfüllt und in den kommenden Wochen nach Dänemark reist, kann sich doppelt freuen: Denn den gesamten Juli können Fußgänger und Radfahrer gratis mit etlichen Fährrouten fahren. Die perfekte Gelegenheit, Dänemarks Inseln zu erkunden.

Alle 53 Inlands-Fährverbindungen seien Teil des Gratis-Angebots, berichtet der Dänische Rundfunk. Dabei seien Routen auf die Inseln Bornholm, Sejerø, Orø und Samsø. Im August und September soll man für Fährfahrten zwar wieder bezahlen, aber es gibt reduzierte Preise – das gilt dann auch für Autofahrer. Das Angebot gilt nur für Fährverbindungen zwischen zwei dänischen Häfen. 

Damit will die Regierung den coronageschwächten Tourismus wieder ankurbeln. Besonders Dänen sollen dadurch zum Urlaub im eigenen Land ermuntert werden, da Dänemark aufgrund der Corona-Krise mit weniger Urlaubern aus dem Ausland rechnet. 

Zu dem Maßnahmenpaket gehören auch Vergünstigungen im Bahnverkehr. Insgesamt 50.000 Sommerpässe, mit denen Reisende für umgerechnet 40 Euro acht Tage lang gratis öffentliche Verkehrsmittel nutzen können, sind bereits ausverkauft. In den dänischen Sommerferien gibt es außerdem eine Million günstige Bahntickets für Fahrten über den Storebælt (Großer Belt) zwischen Seeland und Fünen. Insgesamt investiert die Regierung 700 Millionen Kronen – umgerechnet knapp 94 Millionen Euro – in die Initiative.

Corona-Regeln in Dänemark

Anders als in vielen anderen Ländern gilt in Dänemark aktuell keine Maskenpflicht. Auch im öffentlichen Nahverkehr musst du keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Allerdings gilt eine Abstandsregel von einem Meter zu Personen, die nicht im eigenen Haushalt wohnen. 

Einige Orte sind für Besucher gesperrt, weil sie ein „besonders hohes Risiko für große Menschenansammlungen“ bergen. Diese sogenannten Hotspots hat die Polizei aufgelistet. Aktuell gehören dazu unter anderem mehrere Parks in Kopenhagen und Odense. Wer die gesperrten Bereiche dennoch betritt und erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von umgerechnet rund 335 Euro rechnen. Dasselbe gilt für Menschen, die in Gruppen von mehr als zehn Personen unterwegs sind.