Weniger Geld nach einer Reise in ein Corona-Risikogebiet? Beamten in Niedersachsen könnte genau das drohen. Lehrer, die in den Sommerferien Urlaub in einem Risikogebiet machen und danach in Quarantäne müssen, bekommen diese 14 Tage nicht bezahlt. Darauf habe die Landesschulbehörde jetzt die Schulleiter hingewiesen, berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“.

Ägpyten, Schweden und Türkei sind laut RKI Corona-Risikogebiete

Zu den vom Robert-Koch-Institut (RKI) als Risikogebiete ausgewiesenen Regionen im Ausland zählen unter anderem beliebte Ziele wie Ägypten, Schweden und die Türkei. Für diese Länder gilt auch noch die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Lehrer sollten sich – wie alle anderen Landesbeamten auch – unmittelbar vor Reiseantritt und nach ihrer Rückkehr beim Auswärtigen Amt und auf der Website des Robert-Koch-Instituts über Reisewarnungen informieren, heißt es.

Das sind die vom RKI ausgewiesenen Risikogebiete im Ausland:

  • Afghanistan
  • Ägypten
  • Albanien
  • Algerien
  • Angola
  • Antigua und Barbuda
  • Äquatorialguinea
  • Argentinien
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Äthiopien
  • Bahamas
  • Bahrain
  • Bangladesch
  • Barbados
  • Belarus (Weißrussland)
  • Belize
  • Benin
  • Bhutan
  • Bolivien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Brasilien
  • Burkina Faso
  • Burundi
  • Chile
  • Costa Rica
  • Côte d’Ivoire
  • Dominica
  • Dominikanische Republik
  • Dschibuti
  • Ecuador
  • El Salvador
  • Eritrea
  • Eswatini (früher Swasiland)
  • Gabun
  • Gambia
  • Ghana
  • Grenada
  • Guatemala
  • Guinea
  • Guinea-Bissau
  • Guyana
  • Haiti
  • Honduras
  • Indien
  • Indonesien
  • Irak
  • Iran
  • Jamaika
  • Jemen
  • Kamerun
  • Kasachstan
  • Katar
  • Kenia
  • Kirgisistan
  • Kolumbien
  • Komoren
  • Kongo (Demokratische Republik Kongo)
  • Kongo (Republik Kongo)
  • Korea (Volksrepublik Korea/Nordkorea)
  • Kosovo
  • Kuba
  • Kuwait
  • Laos
  • Lesotho
  • Libanon
  • Liberia
  • Libyen
  • Madagaskar
  • Malawi
  • Malaysia
  • Mali
  • Marokko
  • Mauretanien
  • Mexiko
  • Mongolei
  • Mosambik
  • Myanmar
  • Namibia
  • Nepal
  • Nicaragua
  • Niger
  • Nigeria
  • Nordmazedonien
  • Oman
  • Pakistan
  • Panama
  • Papua-Neuguinea
  • Peru
  • Philippinen
  • Republik Moldau
  • Russische Föderation
  • Saint Kitts und Nevis
  • Saint Lucia
  • Saint Vincent und die Grenadinen
  • Sambia
  • São Tomé und Príncipe
  • Saudi-Arabien
  • Schweden
  • Senegal
  • Serbien
  • Sierra Leone
  • Simbabwe
  • Somalia
  • Sri Lanka
  • Südafrika
  • Sudan
  • Südsudan
  • Suriname
  • Syrische Arabische Republik
  • Tadschikistan
  • Tansania
  • Timor-Leste (Osttimor)
  • Togo
  • Trinidad und Tobago
  • Tschad
  • Türkei
  • Turkmenistan
  • Uganda
  • Ukraine
  • USA: Alabama, Alaska, Arizona, Arkansas, California, District of Columbia, Florida, Georgia, Iowa, Louisiana, Maryland, Mississippi, Nebraska, Nevada, North Carolina, Oklahoma, Oregon, Puerto Rico, South Carolina, South Dakota, Tennessee, Texas, Utah, Vermont, Virginia
  • Usbekistan
  • Venezuela
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Zentralafrikanische Republik

(Stand der Liste: 30. Juni 2020)

Und was ist, wenn ein Land erst als Risikogebiet ausgewiesen wird, wenn die Beamten schon vor Ort sind? Dann werden sie auch in der Quarantänezeit bezahlt, so die Landesschulbehörde laut dem „HAZ“-Bericht. 

Wann wird ein Land vom RKI als Risikogebiet eingestuft?

Neben der Liste mit den Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes gibt es noch die RKI-Liste der sogenannten Risikogebiete. Sie verzeichnet Regionen in der Welt, in denen entweder …

  • … ein erhöhtes Risiko besteht, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, weil die Infektionszahlen hoch sind (mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen), oder …
  • … in denen die Fallzahlen zwar niedrig sind, es aber zu wenige Testkapazitäten gibt, oder …
  • … in denen die Fallzahlen zwar niedrig sind, es aber unzureichende Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung gibt.

Wer nach einer Reise in eines dieser Länder oder Gebiete nach Deutschland zurückkommt, muss damit rechnen, 14 Tage in Quarantäne geschickt zu werden.