Passend zur Aufhebung der weltweiten Reisewarnung fährt die Touristik nach wochenlanger Coronavirus-Zwangspause vielerorts hoch. Das freut nicht nur Vertreter der Wirtschaft, auch Urlauber haben jetzt Gewissheit. Einer Reise im Jahr 2020 steht theoretisch nichts mehr im Wege. 

Praktisch hinterließen Maßnahmen wie Reisebeschränkungen, Quarantäne-Auflagen und Grenzschließungen allerdings Spuren bei Touristen. Einer aktuellen Umfrage zufolge bleibt rund die Hälfte der Deutschen aufgrund der Covid-19-Pandemie zu Hause, anstatt in den Urlaub zu fahren oder fliegen. Schuld ist mitunter die Sorge, im Krankheitsfall in einem fremden Land auf sich alleine gestellt zu sein.

Fragen rund um die Krankenversicherung für Urlaub trotz Corona

Hierbei schafft die richtige Krankenversicherung Abhilfe. Doch was muss sie beinhalten, um bestmöglich zum gewünschten Urlaub zu passen? Die wichtigsten Fragen und Antworten gibt es beim reisereporter.

Sind Erkrankungen im Zusammenhang mit einer Pandemie mitversichert?

Fest steht: Insbesondere in Zeiten der Covid-19-Krise ist eine Versicherung ratsam, die Reisende auch im Falle einer Pandemie schützt. Denn noch immer sind dynamische Entwicklungen vielerorts an der Tagesordnung. „Vor allem bei der Planung von Langzeitaufenthalten im Ausland hat dieser Faktor nun oberste Priorität“, heißt es in einer Pressemitteilung des Versicherers „Passportcard“. 

Im Zuge dessen ist außerdem wichtig, dass die Versicherung von Journalisten, Geschäftsreisenden oder Abenteurern auch in Risikogebieten greift. Und wenn das zutrifft, gelten oftmals außergewöhnliche Konditionen. „Individualreisende, die eine Versicherung für Gefahrenländer abschließen, müssen mit eingeschränkten Leistungen, Selbstbehalten und höheren Prämien rechnen“, erklärt das Branchenportal „reiseversicherung.com“.

Bietet die Versicherung alle Leistungen für einen Auslandsaufenthalt?

Die Ansprüche an eine internationale Krankenversicherung sind – je nach Grund für den Auslandsaufenthalt – individuell. Dementsprechend unterscheiden sich auch die Angebote. „Deshalb ist es essentiell, sich vorab Gedanken darüber zu machen, welche Versicherung die notwendigen Leistungen für einen Langzeitaufenthalt abdeckt“, so „Passportcard“.

Sind Vorerkrankungen, die vor Antritt der Reise bestehen, eingeschlossen?

Wichtig: Wer vor einer Reise an Covid-19 erkrankt, ist nicht durch seine Auslandskrankenversicherung geschützt. Daher ist auch eine Reiserücktrittsversicherung ratsam – vor allem im Jahr 2020. 

Für alle mit sonstigen Vorerkrankungen, etwa Herzproblemen oder Formen von Krebs und Aids, gibt es wenig Spielraum. Denn oftmals ist das Risiko, im Zweifelsfall immense Kosten zu tragen, für Versicherer zu hoch. Grundsätzlich gilt laut „Passportcard“ aber: „Es ist wichtig, beim Versicherungsabschluss darauf zu achten, dass auch bereits wahrgenommene Symptome von nicht diagnostizierten Krankheiten zum Schutz zählen.“

Wie ist die Assistance bei meinem Versicherer aufgebaut?

Insbesondere im Notfall ist die Assistance wichtig. Sie kümmert sich um die Rundum-Betreuung und organisiert Krankentransporte. „Die besten Ergebnisse erzielen hierbei Versicherer, die eine hauseigene Assistance anbieten“, teilt „Passportcard“ mit. „Sie ist immer erreichbar und kann zu jeder Zeit, also auch am Wochenende oder in der Nacht, Entscheidungen treffen.“

Trete ich bei Rechnungen von Apotheken und Arztbesuchen in Vorkasse?

Bei einem Großteil der Versicherer sind Kunden dazu verpflichtet, die Kosten für Rechnungen von Apotheken oder Ärzten vorerst zu übernehmen. Anschließend haben sie die Möglichkeit, das Geld über einen Erstattungsprozess zurückzufordern. Ein Vorgang, der in der Regel mehrere Wochen dauert.

Als Alternative gilt beispielsweise eine Art Prepaid-Karte, auf die der Versicherer den benötigten Betrag im Notfall überweist. 

So oder so ist Vorsicht angesagt. Denn es kommt vor, dass Versicherungen die Kürzung von Rechnungen in den Verträgen explizit aufführen, weil nur ein gewisser Honorarsatz vereinbart ist. Heißt: Im Zweifelsfall tragen Urlauber oftmals einen Teil der Kosten – trotz des Schutzes.

Ist die Versicherung auf einen Zeitraum beschränkt?

Insbesondere bei Langzeitaufenthalten ist es sinnvoll, zu überprüfen, wie lange die Versicherung wirkt. Ein Großteil der Verträge gilt für maximal fünf Jahre. Damit sichert sich der Versicherer gegen hohe, andauernde Kosten ab.

Wer plant, seine Versicherung zu verlängern, hat bei vielen Anbietern vor dem Ablaufdatum die Möglichkeit dazu. Andererseits gibt es in der Regel ebenso die Option, den Vertrag vorzeitig zu beenden.