Die Vorschriften fürs Handgepäck in Flugzeugen werden strenger – zumindest in Italien. Wegen der Coronavirus-Pandemie verbannt die italienische Zivilluftfahrtbehörde Enac de facto Rollkoffer und andere größere Handgepäckstücke aus den Kabinen. Denn: Das Nutzen der Handgepäckfächer ist seit dem 26. Juni verboten, die Taschen müssen unter dem Vordersitz verstaut werden. Über eine entsprechende Bestimmung berichteten italienische Nachrichtenagenturen.

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Handgepäck-Koffer kommen in den Frachtraum – kostenlos

Dieses Vorgehen soll den engen Kontakt zwischen den Passagieren und zu viele Bewegungsabläufe in den Flugzeugkabinen verhindern. Die größeren Koffer werden von den Airlines im Frachtraum transportiert – dafür dürfen keine Gebühren erhoben weiter, so sieht es die Enac-Bestimmung vor.

Der italienische Verbraucherverband Codacons begrüße die Entscheidung, berichtet das Branchenmagazin „Airliners“. Die neue Regel vermeide Chaos in den Kabinen während des Gepäckverstauens. „In dieser Hinsicht gehören die Italiener zu den widerspenstigsten Reisenden in Europa, was zu Verspätungen und Warteschlangen führt, die in der heutigen Situation die Ansteckungsgefahr erhöhen würden“, zitiert das Magazin den Verband.

Maskenpflicht auf Flügen nach Italien

Außerdem gilt an Bord eine mittlerweile alltägliche Regel: Sowohl Passagiere als auch Crew-Mitglieder sind dazu verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Italien ist eines der am schwersten vom Coronavirus betroffenen Länder in Europa. Seit Beginn der Pandemie starben nach Zahlen der Johns Hopkins University bereits mehr als 34.700 Infizierte.