Menschen aus Ländern, die das Coronavirus im Griff haben, können ab dem 1. Juli wieder in die EU reisen. Denn: Das Einreiseverbot der EU ist bis zum 30. Juni befristet. Derzeit diskutieren die EU-Mitglieder darüber, welche Drittstaaten dann einreisen dürfen.

Auf einer EU-Beschlussvorlage stehen 14 Länder, deren Bürger bald wieder in die EU einreisen könnten, das berichtet das RedaktionsNetzwerk Deutschland. In einem ersten Entwurf waren noch 54 Länder aufgelistet. 

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Aufhebung Einreiseverbot: Neuinfektionen müssen in bestimmten Rahmen bleiben

Die Grundvoraussetzungen für die Grenzöffnung seien, dass die Aufhebung der Einreiseverbote auf Gegenseitigkeit beruht und es nur 16 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den Nicht-EU-Ländern gebe. Diese Zahl ergibt sich aus den Infektionen der vergangenen zwei Wochen in der EU. Mit 93 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner würden die USA die Anforderungen nicht erfüllen. 

Das würde auch für Brasilien oder Russland zutreffen, allerdings nicht für China. Weil einige Länder bezweifeln, dass die Daten aus China die wahre Corona-Situation im Land widerspiegeln, wird über die Verlässlichkeit der Zahlen gestritten.

Mit Blick auf die Entwicklungszahlen könnten die Grenzen für die Türkei hingegen öffnen. Die Zahl der Neuinfektionen liegt dort bei elf Menschen pro 100.000 Einwohner. Doch auf der Liste ist das beliebte Urlaubsland derzeit nicht zu finden. Für welche Länder die EU-Mitglieder tatsächlich ihre Grenzen am 1. Juli öffnen, könnte am Montag oder Dienstag entgültig entschieden werden. 

Bürger aus diesen 14 Ländern könnten bald in die EU reisen

  • Algerien
  • Australien
  • Georgien
  • Japan
  • Kanada
  • Marokko
  • Montenegro
  • Neuseeland
  • Ruanda
  • Serbien
  • Südkorea
  • Thailand
  • Tunesien
  • Uruguay

Fernreisen könnten demnächst wieder möglich sein 

Die Aufhebung des Einreisestopps könnte Einfluss auf die Reisewarung haben, wodurch auch Fernreisen wieder möglich wären. Auch die Einreisebeschränkungen wie die Quarantänepflicht für Rückreisende nach Deutschland könnten entfallen. Dafür müssten aber auch die nicht EU-Länder ihre Grenzen öffnen. Ausnahmen scheinen derzeit aber nur Australien und Neuseeland zu bilden. Sie wollen ihre Grenzen noch länger geschlossen halten.