Rund 67.000 Menschen aus 65 Ländern – das ist die Bilanz der beispiellosen Corona-Rückholaktion der Bundesrepublik. Dass die Kosten nicht allein die Regierung trägt, war von vornherein klar. Nun werden nach und nach die Kostenbescheide verschickt, die ersten rund 1.000 sind dem Auswärtigen Amt zufolge bereits unterwegs. 

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Corona-Rückholaktion kostet betroffene Urlauber zwischen 200 und 1000 Euro

Für die Rückflüge aus dem Ausland nach Deutschland müssen die Urlauber gestaffelte Flugpreise zahlen. Diese orientieren sich an der Entfernung. So werden für Rückflüge von den Kanaren und aus Nordafrika 200 Euro pro Person fällig. Wer aus Südafrika und der Karibik zurückgeholt wurde, zahlt 500 Euro, Rückkehrer aus Südamerika und Asien 600 Euro und solche aus Australien und Neuseeland 1000 Euro. Das berichtet das RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Die ersten Empfänger der Kostenbescheide wurden aus Australien, Marokko, Indien, Bolivien, den Philippinen und Togo zurückgeholt. Sie haben – genau wie alle anderen – nach Erhalt vier Wochen Zeit für die Überweisung. 

94 Millionen Euro hatte die Bundesregierung vorgestreckt, 40 Prozent der Kosten tragen die zurückgeholten Deutschen. Durch die Registrierung für die Rückholaktion hatten sich alle zu der Selbstbeteiligung an den Kosten verpflichtet.