Ein Sommerurlaub ohne Strand ist für viele undenkbar. Trotz der Corona-Krise planen viele deshalb eine Reise ans Meer. Damit Urlauber an den Stränden aber weiterhin die Abstandsregeln von mindestes 1,5 Metern einhalten, zählen viele beliebte Urlaubsorte die Besucher. Ist die maximale Anzahl an Gästen erreicht, wir der Standabschnitt gesperrt. 

Wie an der Nord- und der Ostsee, in Portugal und auf Mallorca die Besucherströme an den Stränden kontrolliert werden, zeigt der reisereporter.

Strand-Ampel statt -App in Scharbeutz und Sankt Peter-Ording

In den beliebten Badeorten Scharbeutz an der Ostsee und Sankt Peter-Ording an der Nordsee in Schleswig-Holstein sollen im Juli Strand-Ampeln die Besucherzahlen regulieren.

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Für das Pilotprojekt würden an bestimmten Strandabschnitten Sensoren angebracht, die die Zahl der Besucher erfassen, so André Rosinski, Vorstand der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (Talb). Urlauber könnten dann über die App „Lübecker Bucht Guide“ anhand der Stufen Grün, Orange und Rot sehen, wie voll ein Strandabschnitt sei.

Die Strand-Ampel löst das geplante Strand-Ticket-System ab, das seit Pfingsten als „Strand-App“ in Planung war.

Portugal setzt auf Ampel-App für Strand-Besucher

Auch Portugal will das Ansteckungsrisiko an den Stränden minimieren. Dafür soll eine Ampel-App sorgen, die von der portugiesischen Umweltbehörde APA entwickelt wurde und die Auslastung der Strände anzeigt. 

An den Stränden Portugals gibt es viele Regeln. (Symbolbild)

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So sollen mithilfe von „Info Praia“ Urlauber schon in der Unterkunft überprüfen können, an welchen Stränden noch am meisten Platz ist. Darüber hinaus informiert die App auch über die jeweilige Wasserqualität.

Am Strand angekommen, müssen Touristen verschiedene Hygiene- und Abstandsregeln einhalten und Anweisungen auf Schildern befolgen.

Mallorca: Erster Strand bekommt Betretungssensoren

Die Stadtverwaltung in Palma de Mallorca hat am 25. Juni Sensoren an den Zugängen zum Playa Ciutat Jardí angebracht, um so die Strandbesucher zu zählen. Das berichtet das „Mallorca Magazin“.

Zwei Geräte sorgen demnach dafür, dass die Besucheranzahl elektronisch an eine Steuerzentrale übermittelt wird. Sind zu viele Urlauber am Strand, wird Alarm geschlagen und der Abschnitt gesperrt. Dabei werden von den Gästen keine Bilder oder Filmaufnahmen gemacht.

Wenn das Pilotprojekt korrekt funktioniert, könnten auch andere Gemeinden die Sensoren ab Juli installieren.