Ganz klar: Der Sommerurlaub 2020 sieht anders aus, als wir es gewohnt sind. Von Reisewarnung über Abstandsregeln am Strand bis hin zu reduzierten Flugplänen – wer in Corona-Zeiten verreist, muss viele Einschränkungen in Kauf nehmen.

Zu den Corona-Maßnahmen, die viele Länder eingeführt haben, gehört auch das Tragen von Masken in Geschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln oder an anderen Orten. Hier erfährst du, wie unterschiedlich Verstöße gegen die Maskenpflicht im Ausland bestraft werden:

Ohne Maske in Spanien: bis zu 100 Euro Strafe

Bislang galt in Spanien eine Maskenpflicht an öffentlichen Orten, an denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln. Auf den Balearen wird diese Regel ab dem 13. Juli aber verschärft.

Dann müssen Urlauber nicht nur im Hotel, am Flughafen, im Restaurant oder in Bussen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sondern überall im öffentlichen Raum, also auch auf der Straße. Wer dagegen verstößt, riskiert eine Strafe in Höhe von 100 Euro. Damit folgt die Balearen-Regierung dem Beispiel Kataloniens, dort gelten die strengeren Regeln bereits seit Beginn dieser Woche.

Die gute Nachricht: Für den Strandbesuch, am Pool sowie beim Sport gibt es Ausnahmen. Dort kannst Du weiterhin ohne Maske die Sonne genießen.

Verstoß gegen Maskenpflicht in Türkei

Wer sich in der Türkei ohne Maske erwischen lässt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 900 Lire rechnen, umgerechnet entspricht das knapp 117 Euro. Das berichtet die Zeitung „Daily Sabah“. Wer die Maske allerdings nur einmal vergisst, wird nicht sofort zur Kasse gebeten. Bei einem ersten Verstoß gibt es noch eine Verwarnung, erst bei mehrfachem Verstoß wird ein Bußgeld verhängt. 

Die Maskenpflicht gilt in der Türkei auf Marktplätzen, in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln. Darüber hinaus ist in vielen Städten, darunter Istanbul und Ankara, das Tragen einer Maske auch überall sonst im öffentlichen Raum Pflicht, informiert das Auswärtige Amt.

Die Türkei zählt seit Jahren zu den beliebtesten Reiseländern der Deutschen. Allerdings gilt für das Land aktuell weiterhin eine Reisewarnung. Was das für deinen Türkei-Urlaub bedeutet, erklären wir in dieser Übersicht.

Auch Italien verhängt Geldstrafen

Neben dem Mund-Nasen-Schutz schreiben die Covid-19-Regelungen in Italien vielerorts auch Einweghandschuhe vor. Als Beispiele nennt das Auswärtige Amt Geschäfte, in denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Verstöße gegen die Maskenpflicht können mit Geldstrafen geahndet werden.

Die unterschiedlichen Regionen setzen die Regeln und Strafen allerdings verschieden um. So soll die Lombardei, eine der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Regionen in Italien, Berichten aus dem April zufolge 400 Euro Strafe verhängt haben, wenn Leute ohne Maske auf die Straße gingen. In der Lombardei gilt noch immer eine Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Raum und eine Handschuhpflicht in Geschäften. 

Frankreich erhebt die höchsten Strafen bei Verstoß gegen Maskenpflicht

Auch in Frankreich müssen die Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln Masken tragen. Wer ohne den Schutz im Zug erwischt wird, kann mit bis zu 135 Euro Strafe belangt werden. Das berichtet „Connexion France“​. Damit hat Frankreich die höchste Geldbuße in unserer Übersicht festgelegt. Genauso teuer ist es übrigens, seine Maske in Frankreich nicht ordnungsgemäß zu entsorgen, schreibt „Le Monde“.

Die Maskenpflicht gilt in Frankreich dem Auswärtigen Amt zufolge in Flugzeugen, Zügen, Bussen, Bahnhöfen, Flughäfen, Bushaltestellen, Taxis, Sammeltaxis sowie gegebenenfalls an öffentlichen Orten.

Holland: Maske auf in Zügen und Co.

Seit dem 1. Juni musst du eine Maske tragen, wenn du in den Niederlanden mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fähren unterwegs bist. Hier kontrollieren Schaffner und lokale Behörden, ob die Maskenpflicht eingehalten wird. Wer keine Maske trägt, kann „Dutch News“ zufolge ein Bußgeld von 95 Euro auferlegt bekommen.

Ohne Maske in Österreich: 25 Euro Strafe

Noch günstiger kommst du in Österreich weg: Dort werden Verstöße gegen die Maskenpflicht vergleichsweise mild bestraft. Der Zeitung „Die Presse“ zufolge wird lediglich eine Geldbuße in Höhe von 25 Euro fällig. Verstöße gegen andere Corona-Maßnahmen schlagen mit 50 Euro zu Buche.

Seit dem 15. Juni gelten in Österreich neue Bestimmungen zum Tragen von Masken. Seitdem besteht die Pflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis, bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, bei denen es keine zugewiesenen Sitzplätze gibt, in Seil- und Zahnradbahnen, Reisebussen, im Innenbereich von Ausflugsschiffen, in Apotheken und bei Dienstleistungen, wenn der Ein-Meter-Abstand nicht eingehalten werden kann oder keine anderen Schutzmaßnahmen (zum Beispiel eine Plexiglasscheibe) vorhanden sind.

In Oberösterreich wurde gilt zudem seit dem 9. Juli wieder die Maskenpflicht in Einkaufszentren, Markthallen, Gaststätten und beim Betreten anderer öffentlicher Orte in geschlossenen Räumen.

Dänemark: Maskenpflicht nur am Flughafen

Dänemark bildet in dieser Liste – und in der EU – eine Ausnahme: Dort wird die Bevölkerung nicht dazu aufgefordert, im öffentlichen Raum generell Masken zu tragen. Der Grund: Es sei unsicher, ob Masken einen Einfluss auf die Übertragung des Virus hätten.

Seit dem 15. Juni gilt aber zumindest eine Maskenpflicht an Flughäfen. Allerdings ist nicht bekannt, ob und wie ein Verstoß dagegen geahndet wird.