Ganz klar: Der Sommerurlaub sieht auch 2021 anders aus, als wir es gewohnt sind. Von Ausgangsperren über Testpflicht bis hin zu Abstandsregeln – wer in Corona-Zeiten verreist, muss viele Einschränkungen in Kauf nehmen.

Zu den Corona-Maßnahmen, die viele Länder eingeführt haben, gehört auch das Tragen von Masken in Geschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln oder an anderen Orten. Hier erfährst du, wie unterschiedlich Verstöße gegen die Maskenpflicht im Ausland bestraft werden:

Italien verhängt in Europa höchste Geldstrafe

Das Tagen eines Mund-Nasen-Schutzes ist in ganz Italien im öffentlichen Raum Pflicht, deshalb gilt es, den Schutz stets mitzuführen  Nur Kinder unter sechs Jahren sind von der Maskenpflicht ausgenommen. Verstöße gegen die Maskenpflicht können mit Geldstrafen geahndet werden. Im Oktober 2020 wurden die Bußgelder für Maskenmuffel erhöht – auf bis zu 1000 Euro.

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Die einzelnen Regionen setzen die Regeln und Strafen allerdings unterschiedlich um. So soll die Lombardei, eine der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Regionen in Italien, Berichten aus dem April 2020 zufolge 400 Euro Strafe verhängt haben, wenn Leute ohne Maske auf die Straße gingen.

Ohne Maske in Belgien: Brüssel verhängt hohe Strafen

Eine Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Raum gilt auch in Belgien, sowohl im Freien als auch in Innenräumen Wer sich nicht daran hält, muss mit mit verhältnismäßig hohen Strafen von 250 Euro rechnen. Dieser Betrag wird auch bei anderen Verstößen gegen die Corona-Regeln fällig,

Laut Informationen des Auswärtigen Amts gilt in Brüssel außerdem ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum.

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Bulgarien und Griechenland: 300 Euro Strafe ohne Maske

In Griechenland gilt generell für alle Personen ab vier Jahren eine Tragepflicht für den Mund-Nasen-Schutz in allen öffentlichen und geschlossenen Räumen. Auch im Freien herrscht in ganz Griechenland Maskenpflicht. Wer dagegen verstößt, muss ein Bußgeld in Höhe von 300 Euro zahlen. 

In Bulgarien gilt ebenfalls eine Maskenpflicht im Nahverkehr, in Apotheken und anderen geschlossenen öffentlichen Räumen. Auch im Freien muss eine Maske getragen werden, wenn Abstände nicht eingehalten werden können. Wer die Corona-Regeln in Bulgarien missachtet, muss mit Geldstrafen von umgerechnet 100 bis 500 Euro rechnen.

Frankreich: Ab 135 Euro Strafe bei Verstoß gegen Maskenpflicht

Auch in Frankreich müssen Menschen ab 11 Jahren  in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und anderen öffentlich zugänglichen Bereichen Masken tragen. Wer gegen die Corona-Regeln verstößt, muss Geldstrafen ab 135 Euro zahlen, bei Wiederholung werden sogar bis zu 3750 Euro fällig. Als Verstoß gilt übrigens auch, seine Maske in Frankreich nicht ordnungsgemäß zu entsorgen, schreibt „Le Monde“.

Verstoß gegen Maskenpflicht in Türkei

Wer sich in der Türkei ohne Maske erwischen lässt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 900 Lire rechnen, umgerechnet entspricht das knapp 117 Euro. Das berichtet die Zeitung „Daily Sabah“. Wer die Maske allerdings nur einmal vergisst, wird nicht sofort zur Kasse gebeten. Bei einem ersten Verstoß gibt es noch eine Verwarnung, erst bei mehrfachem Verstoß wird ein Bußgeld verhängt. 

Die Maskenpflicht gilt in der Türkei auf Marktplätzen, in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln. Darüber hinaus ist in vielen Städten, darunter Istanbul und Ankara, das Tragen einer Maske auch überall sonst im öffentlichen Raum Pflicht, informiert das Auswärtige Amt.

Im Frühjahr 2021 sorgten die Lockdown-Regeln in der Türkei für Unmut, weil sie nur für die Bevölkerung galten, nicht aber für Reisende, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. Dies führte dazu, dass Einheimische bestraft wurden, wenn sie etwa Ausgangssperren oder Alkoholverbote missachteten – Urlauber aber nicht.

Ohne Maske in Spanien: bis zu 100 Euro Strafe

Auch in Spanien gilt landesweit eine Maskenpflicht an öffentlichen Orten, außerhalb geschlossener Räume sowie in Bussen und Bahnen. Wer dagegen verstößt, riskiert eine Strafe in Höhe von 100 Euro. 

Im Frühjahr 2021 verschärfte die spanische Regierungf die Maskenpflicht und weitete sie etwa auf den Strandbesuch aus – doch zwei Tage später wurde diese Regelung laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland wieder gekippt. Beim Sonnenbaden musst du also keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, auch nicht beim Schwimmen, Essen und Trinken. Allerdings gilt das nur, solange die Abstandsregeln eingehalten werden.

Holland: Maske auf in Zügen und Co.

1,5 Meter Abstand zu anderen, Maskenpflicht in der Öffentlichkeit für alle ab 13: Auch in den Niederlanden müssen sich die Menschen an die Corona-Regeln halten. In Zügen und Co. kontrollieren Schaffner und lokale Behörden, ob die Maskenpflicht eingehalten wird. Wer gegen die Corona-Maßnahmen verstößt, muss mit Bußgeldern bis zu 400 Euro rechnen.

Ohne Maske in Österreich: 90 Euro Strafe

Auch wenn Österreich zum 19. Mai 2021 viele Corona-Maßnahmen gelockert hat und auch wieder Reisen ermöglicht – die Maskenpflicht bleibt bestehen. Beim Einkaufen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Reisebussen oder Seilbahnen ist eine FFP2-Maske vorgeschieben. Wer sich nicht daran hält oder wer die Abstandsregeln missachtet, muss 90 Euro Strafe zahlen. Anfang 2021 wurden die Bußgelder in Österreich erhöht, vorher kostete ein Verstoß 25, beziehungsweise 50 Euro.

Dänemark: Maskenpflicht ab 13 Jahren

Vergangenes Jahr vertrat Dänemark relativ lange den Standpunkt, es sei  unsicher, ob Masken einen Einfluss auf die Übertragung des Virus hätten. Seit Ende August gilt aber auch in unserem nördlichen Nachbarland eine generelle Maskenpflicht. Kinder bis einschließlich 12 Jahren sind davon ausgenommen.

Doch wie „Der Nordschleswiger“ berichtet, gibt es bereits erste Pläne, die Maskenpflicht in Dänemark wieder aufzuheben. Dem Bericht zufolge habe sich eine breite Mehrheit im Parlament jüngst dafür ausgesprochen, die Maskenpflicht fallenzulassen, sobald die Mehrheit der Bevölkerung geimpft ist.

Portugal: Maske auch am Strand

In Portugal gilt eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften sowie im öffentlichen Raum, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Auch Strandbesucher müssen beim Betreten und Verlassen eine Maske tragen.

Wie das britische Magazin „The Independent“ berichtet, soll die Maskenpflicht an Portugals Stränden ab sofort stärker kontrolliert werden. Demnach hätten die Behörden eine neue Vorschrift herausgegeben, die besagt, dass der Mund-Nasen-Schutz so lange zu tragen ist, bis Strandbesucher ihr Handtuch ausgebreitet hätten. Sportarten mit mehr als zwei Personen, wie Volleyball, oder bei denen ein Schläger zum Einsatz kommt, sei ebenfalls untersagt. Strandbesucher, die gegen die Regeln verstoßen und dabei erwischt werden, müssten mit Geldstrafen zwischen 50 und 100 Euro rechnen.