Touristen und Einheimische können künftig mehr ohne Weiteres innerhalb Frankreichs von einer Stadt zur anderen mit dem Flugzeug fliegen, wenn es Direktverbindungen mit Hochgeschwindigkeitszügen gibt. Das hat die Europäische Kommission am 1. Dezember 2022 in Absprache des Landes entschieden.

Frankreich streicht Flüge zwischen Paris und Bordeaux, Nantes und Lyon

Unter der Voraussetzung, dass mehrere Verbindungen pro Tag zur Verfügung stehen, sollen zunächst Kurzstreckenflüge gestrichen werden, deren Ziel Reisende auch mit einer Bahn unter zweieinhalb Stunden erreichen können, twittert Frankreichs Verkehrsminister Clément Beaune.  

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Dementsprechend entfallen Inlandsflüge vom Flughafen Paris-Orly auf den Kurzstrecken Paris und Bordeaux, Nantes und Lyon. Laut der Europäischen Kommission werden die drei Routen für „alle Beförderer verboten“. Die Maßnahme ist vorerst auf dei Jahre begrenzt und soll nach zwei Jahren überprüft werden.

Diese Kurzstreckenn könnten in Frankreich bald entfallen

Im Laufe der Zeit könnten acht weitere Kurzstrecken gestrichen werden, sofern Frankreich die Schienenverkehrsdienste verbessert. Zur Diskussion standen die Kurzstrecken zwischen dem Flughafen Paris-Charles de Gaulle und Bordeaux sowie Nantes. Allerdings würde derzeit eine Bahnreisezeit von mehr als 2 Stunden und 30 Minuten nicht in den Rahmen der Maßnahme passen.

Und auch die Kurzstrecken Paris-Charles de Gaulle und Rennes oder Lyon sowie die Strecke Lyon nach Marseille könnten künftig wegfallen. Derzeit seien die Flughäfen Paris-Charles de Gaulle und Lyon-Saint Exupéry in den frühen Morgen- und späten Abendstunden jedoch nicht erreichbar, sodass auch auf diesen Strecken bisher keine Inlandsflüge gestrichten werden können.

Mit der Maßnahme will Frankreich die eigenen Kohlenstoff-Emissionen zu reduzieren. Auch Air France muss sich daran beteiligen. Um das geplanten Ziel zu erreichen, soll die Airline nicht nur diese Strecken streichen, sondern muss bis 2030 den CO2-Ausstoß pro Passagierkilometer um 50 Prozent senken und zwei Prozent des Treibstoffverbrauchs bis 2025 über Biokerosin abdecken.

Hinweis aus der Redaktion: Dieser Text erschien bereits im Juni 2020. Aufgrund des entgültigen Beschlusses seitens der Europäischen Kommission haben wir diesen Text aktualisiert.