Urlaub in Deutschland wird in Corona-Zeiten zum Sommerhit – das eigene Land liegt bei den Deutschen mit großem Abstand auf Platz eins der beliebtesten Reiseländer 2020. In wenigen Tagen beginnen in den Bundesländern Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein die Sommerferien. In Mecklenburg-Vorpommern sind die Schulen bereits seit dem 22. Juni zu. 

Wie in jedem Jahr rechnet der ADAC zum Start der Ferien mit vollen Straßen, doch in der Corona-Krise könnten noch deutlich mehr Autos unterwegs sein. Mit einer stärkeren Belastung als in den Vorjahren rechnen die Experten aber nicht: „Etliche Deutsche dürften sich in ihrem Urlaub mit Tagesausflügen und spontanen Kurztrips begnügen“, heißt es.

Urlaub an Ostsee, Nordsee und in Bayern: Viel Stau erwartet 

Die höchste Staugefahr besteht laut dem ADAC am Freitagmittag, 26. Juni, und am Samstag, 27. Juni, von 11 bis 18 Uhr. Besonders in Richtung Nord- und Ostsee sowie auf dem Weg in den Süden sollten Reisende lieber entweder früh am Morgen oder spät am Abend losfahren.

„Wer also flexibel ist, sollte auf einen anderen Reisetag ausweichen, zum Beispiel Montag oder Dienstag“, empfiehlt ADAC-Reiseexperte Roman Suthold. 

Auf diesen Autobahnen musst du zu Beginn der Sommerferien mit Stau rechnen

  • Fernstraßen zur Nord- und Ostsee
  • Großräume Berlin, Hamburg und Köln
  • A 1 Bremen – Hamburg – Puttgarden
  • A 2 Dortmund – Hannover – Berlin
  • A 3 Köln – Frankfurt – Nürnberg
  • A 5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
  • A 6 Metz/Saarbrücken – Kaiserslautern – Mannheim
  • A 7 Hamburg – Flensburg
  • A 7 Hamburg – Hannover und Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
  • A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A 9 Berlin – Nürnberg – München
  • A 10 Berliner Ring
  • A 11 Berlin – Dreieck Uckermark
  • A 24 Berlin – Hamburg
  • A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
  • A 93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A 95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A 99 Umfahrung München
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Stau an den Grenzen zu Holland, Österreich und Frankreich möglich

Auch wenn seit dem 15. Juni die meisten Grenzen zu Deutschland geöffnet sind und seither kein triftiger Grund mehr zur Einreise nötig ist, kann es an den Grenzen zu Österreich, Italien, den Niederlanden, Frankreich und Co. zu stichprobenartigen Kontrollen kommen, so der ADAC. Urlauber sollten also zusätzliche Wartezeit einplanen.

Staus könnte es zudem auf Hauptdurchgangsrouten im benachbarten Ausland geben, auf den Autobahnen und den Küstenstraßen in Kroatien und Slowenien.

In Dänemark gibt es weiterhin Grenzkontrollen. Nur Touristen mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein dürfen uneingeschränkt einreisen. Die restlichen Bundesbürger müssen eine Buchung von mindestens sechs Nächten in Dänemark nachweisen, um ins Land reisen zu können.