Ein Tag am Meer: Diese Aussicht lockt im Sommer traditionell viele Besucher auf die Ostfriesischen Insen. Viele kommen dabei nur für einen Tag oder einige Stunden, ohne auf den Inseln der Nordsee zu übernachten. Normalerweise ist das kein Problem. Aufgrund der Corona-Pandemie war das in diesem Sommer bislang allerdings verboten. 

Doch mit den weiteren Lockerungen der Corona-Regeln in Niedersachsen soll sich das an diesem Montag, 22. Juni, ändern. Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“​ berichtet, erlauben dann viele Inseln wieder Tagesgäste. Allerdings gibt es Außnahmen. Im Folgenden erfährst du, welche Inseln Tagestouristen besuchen dürfen und welche nicht: 

Diese Nordsee-Inseln dürfen Tagestouristen ab Montag wieder besuchen

  • Baltrum
  • Juist

Diese Nordsee-Inseln dürfen Tagestouristen ab Dienstag wieder besuchen

  • Borkum
  • Spiekeroog
  • Wangerooge (aufgrund des Sommerferienstarts mehrere Bundesländer sollen vom 25. bis zum 29. Juni sowie am 4. und am 5. Juli Einschränkungen gelten)
  • Langeoog (maximal 200 am Tag, an Wochenende keine Tagestouristen)

Diese Nordsee-Insel bleibt für Tagestouristen tabu

  • Norderney (bis mindestens einschließlich 30. Juni 2020)

Der Landkreis Aurich, zu dem die Inseln Juist, Baltrum und Norderney gehören, begründet die Entscheidung, weiterhin keine Tagestouristen nach Norderney zu lassen, mit den vergleichsweise hohen Zahlen an Tagestouristen auf der Insel. Im Jahr 2019 seien rund 290.000 Tagestouristen nach Norderney gekommen, bis zu 4.500 Tagestouristen täglich. Baltrum zählte dagegen nur rund 47.200, Juist etwa 14.500. 

„Zwar konnte das Infektionsgeschehen durch die vom Landkreis Aurich und vom Land Niedersachsen getroffenen Maßnahmen wesentlich verlangsamt werden, dennoch besteht auf der Insel Norderney im Vergleich zu den Inseln Baltrum und Juist aufgrund der Vielzahl erwarteter Tagestouristen ein erhöhtes Risiko von Personenansammlungen zahlreicher, untereinander nicht bekannter Personen, bei denen das Corona-Virus besonders leicht übertragen und verbreitet werden kann“, heißt es in einer Mitteillung des Landkreises vom Freitag.