Wer schon immer mal die letzten verbliebenen Gorillas in freier Wildbahn sehen wollte, bisher aber nicht das nötige Kleingeld dafür hatte, sollte noch in diesem Jahr eine Reise nach Ruanda in Betracht ziehen. Dort reagiert man nämlich auf die großen Einbußen durch die Corona-Pandemie und reduziert radikal die Preise für den Besuch bei den Menschenaffen.

Bisher kostete das Gorilla-Trekking im Volcanoes-Nationalpark 1.500 US-Dollar und damit deutlich mehr als im Nachbarland Uganda, wo die Tour ab Juli für 700 US-Dollar zu haben sein wird. Trotz der Einbußen durch Corona will man dort offenbar an der Preiserhöhung festhalten.

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Gorilla-Trekking in Ruanda: 500 statt 1.500 US-Dollar

Während man in Uganda allerdings erst einmal keine Touristen zu den Menschenaffen lassen möchte, weil mögliche Übertragungswege von Covid-19 von Mensch auf Affe noch nicht erforscht sind, setzt Ruanda nun voll auf den Gorilla-Tourismus: Bis zum 31. Dezember 2020 wird der Preis für ein Permit auf 500 US-Dollar, umgerechnet 445 Euro, gesenkt, teilt die Regierung mit.

Der Preis gilt für alle Touristen außerhalb Ostafrikas, Einheimische und Anwohner der Ostafrikanischen Union zahlen 200 US-Dollar. Gleichzeitig wurden auch die Preise für andere touristische Aktivitäten für dieses Jahr gesenkt. Wer das Gorilla-Permit über ein Hotel bucht und dort mindestens eine Nacht bleibt, erhält 15 Prozent Rabatt. Andere Aktivitäten im Volcanoes- sowie im Nyungwe-Nationalpark werden um 10 Prozent (Individualreisende) oder 30 Prozent (Gruppen ab zehn Personen) günstiger.

Ruanda lässt erst einmal nur organisierte Reisen zu

Allerdings sind die Trips vorerst nur innerhalb einer organisierten Reise möglich. Denn seit dem 17. Juni erlaubt Ruanda vorerst nur Charterflügen die Landung in der Hauptstadt Kigali. Das teilte die Regierung im gleichen Zuge mit. Dafür hat die Regierung Pakete zusammengestellt, die nun über Reiseveranstalter verkauft werden sollen. 

Für Ruanda gilt noch eine Reisewarnung von deutscher Seite, aktuell gibt es keine Verbindungen in das ostafrikanische Land, das einst deutsche Kolonie war. Wer mit einem Charterflug einreist, muss einen maximal 72 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen. Zudem wird ein zweiter Corona-Test im Land fällig, ehe die Touristen-Attraktionen besucht werden dürfen. 

Nur noch rund 1.000 Berggorillas weltweit

An den Hängen der einstigen Virunga-Vulkane, die sich auf dem Gebiet von der Demokratischen Republik Kongo, Uganda und Ruanda ausstrecken, leben rund 600 der verbliebenen rund 1.000 Berggorillas weltweit. Die anderen 400 Exemplare finden sich im Bwindi Impenetrable National Park in Uganda. Die Population hat sich in den vergangenen Jahren durch Schutzprojekte enorm erholt.