Das Coronavirus hat Australien weitestgehend verschont, aktuell gelten nicht einmal mehr 400 Menschen als infiziert. Doch für alle, die gehofft haben, dass eine Reise nach Übersee bald wieder Realität wird und sie mit Kängurus und Koalas durchs Outback ziehen können, kommt nun ein Dämpfer: Ein Reiseverbot bis 2021 für deutsche Touristen scheint derzeit möglich. 

Tourismus-Minister Simon Birmingham zerschlug die Hoffnungen von Australien-Fans in einer Mitteilung. Er sagte, es sei wahrscheinlicher, dass Australier bis 2021 ein Auslandsreiseverbot erhielten als eine schnelle Grenzöffnung. Ausnahmen könnten Geschäftsreisen und Familien-Treffen sein, allerdings auch vornehmlich mit Ländern wie Neuseeland, die ebenfalls eine geringe Infektionszahl haben. Das berichtet das Portal „news.com.au“.

Offene Grenzen in Australien liegen in „weiter Ferne“

Im Gegenzug bedeutet das: Die Grenzen bleiben wohl erst einmal dicht. „Ich gehe leider davon aus, dass offener Tourismus nach Australien und heraus in weiter Ferne liegt“, wird der Politiker zitiert. Es gehe dabei hauptsächlich um die notwendigen Vorkehrungen, die immens sind, zudem stehe die Gesundheit der Bevölkerung an erster Stelle.

Innerhalb Australiens sind nahezu alle Gebiete wieder zugänglich – aber das wird erst einmal nur für Einheimische interessant sein. Auch auf eine Nachfrage, ob das ein Reiseverbot für das Land in diesem Jahr bedeute, antwortete er deutlich: „Ehrlich gesagt glaube ich, dass dies der Fall sein wird.“ 

Internationale Studenten sollen bald wieder nach Australien reisen dürfen

Ausgenommen von der Regelung könnten internationale Studenten sein. Würden sie sich nach der Einreise in eine freiwillige zweiwöchige Quarantäne begeben, sei ein Auslandsaufenthalt auf der Insel denkbar. Die Gruppe sei überschaubar, die Infrastruktur für eine solche Isolierung gut, und bei einem Langzeitaufenthalt würden zwei Wochen Quarantäne nicht sehr ins Gewicht fallen. 

„Bisher hat sich das auch bei Rückkehrern nach Australien bewährt“, sagte Birmingham. Die Situation könne man aufgrund der Dauer, die Studenten im Land verbringen, vergleichen.