„Von der Teilnahme an Kreuzfahrten wird aufgrund der besonderen Risiken dringend abgeraten“, schreibt das Auswärtige Amt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen. Ausgenommen seien Flusskreuzfahrten innerhalb der EU beziehungsweise im Schengenraum mit besonderen Hygienekonzepten.

Bei der Reisewarnung handelt es sich jedoch nicht um ein Verbot, sondern um einen dringenden Appell. Es ist insofern auch nach wie vor erlaubt, Kreuzfahrten anzubieten, sofern die Anbieter sich mit den lokalen Behörden einig sind, wie die Reisen auszusehen haben. Die Reisenden müssten für sich selbst abwägen, ob sie trotz einer Reisewarnung unterwegs sein wollen, sagte Außenminister Heiko Maas.

Infolge der Corona-bedingten Situation und der weltweiten Reisewarnung haben die Reedereien jedoch den Betrieb eingestellt. Tui Cruises beispielsweise bietet bis Mitte Juli keine Kreuzfahrten an – und auch darüber hinaus können Kunden Reisen mit Beginn bis 31. August kostenlos umbuchen.

Der Konzern arbeitet ebenso wie Aida an einem baldigen Neustart. Die Rostocker Reederei unterbricht den Reisebetrieb bis Ende Juli und streicht darüber hinaus alle Kreuzfahrten mit Halt in den USA und Kanada bis Ende 2020. Alle Neubuchungen bis 31. Juli können gratis umgebucht werden.

Hapag-Lloyd-Cruises-Kreuzfahrten fallen bis mindestens Mitte Juli aus, zudem entfallen alle Kreuzfahrten mit amerikanischen Häfen bis Ende Juli.

Nicko-Cruises-Flusskreuzfahrten in Deutschland finden (teilweise) statt

Der Flusskreuzfahrten-Anbieter Nicko Cruises sagt ebenfalls alle Reisen auf der Donau sowie in Portugal, Frankreich, Kroatien, Russland und Asien bis einschließlich 14. Juni 2020 ab. Reisen innerhalb von Deutschland seien, in Abhängigkeit von den Regelungen der einzelnen Bundesländer, bereits ab Anfang Juni grundsätzlich möglich, teilt die Reederei mit. Sie würden daher durchgeführt – vorausgesetzt, die politischen Beschlüsse und behördlichen Anweisungen lassen dies absehbar zum Zeitpunkt der Abfahrt zu.