Schweden geht vergleichsweise locker mit der Coronavirus-Pandemie um: Statt auf einen Lockdown wie andere Länder setzte die Regierung auf freiwillige Maßnahmen. Wird dem Land das nun zum Verhängnis? Mehr als 1.400 Menschen haben sich in Schweden innerhalb von 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt hat das Land damit 48.288 bestätigte Coronafälle, 4.814 Menschen starben in Zusammenhang mit Covid-19 (Stand: 12. Juni).

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Wird die Reisewarnung für Schweden verlängert?

Das könnte nun zu Konsequenzen für den geplanten Sommerurlaub in dem Land führen. Eigentlich sollte die Reisewarnung für Schweden am Montag, 15. Juni, aufgehoben werden. Doch nun könnte eine Verlängerung drohen.

Auf der Website des Auswärtigen Amtes ist zu lesen: „Überschreitet ein Land die Neuinfiziertenzahl im Verhältnis zur Bevölkerung von weniger als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner kumulativ in den letzten sieben Tagen, bleibt die Reisewarnung bestehen oder wird wieder ausgesprochen. Dies gilt aktuell für Schweden.“

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Reisewarnung: Kein Reiseverbot, aber Konsequenzen für Urlauber

Ob Touristen sich trotzdem dafür entscheiden, in das skandinavische Land zu fahren, müssen sie selbst entscheiden. Außenminister Heiko Maas betonte: „Eine Reisewarnung ist kein Reiseverbot – jeder muss das im Rahmen seiner Verantwortung entscheiden.“

Die Einreise für deutsche Urlauber ist möglich, auch die Rückreise mit Durchfahrt durch Dänemark ist laut den dänischen Behörden weiterhin erlaubt. Allerdings müssen Rückkehrer in mehreren Bundesländern in eine zweiwöchige Quarantäne.

Zudem sollten sich Touristen auch über weitere Folgen im Klaren sein, zum Beispiel hinsichtlich des Versicherungsschutzes. Wer trotz Reisewarnung in ein Risikogebiet reisen muss oder will, ist in der Regel nicht durch die Reisekrankenversicherung geschützt. Es muss eine spezielle Krankenversicherung abgeschlossen werden, die auch in Risikogebieten greift.