Sie hat weiße Sandstrände, Korallenriffe und Unterwasserhöhlen – aber auch einen zerfallenen Leuchtturm, Schiffswracks und etliche Gräber: Die Insel Klein Curaçao wird von Ausflugs- und Touristenbooten nahezu täglich von der Hauptinsel aus angesteuert und gilt als Paradies für Taucher, Schnorchler und Strandliebhaber.

Hotels, Pools und Cocktailbars suchen Touristen dort vergebens: Die Insel elf Kilometer südöstlich von Curaçao ist ein Lost Place. Und der hat eine Horror-Geschichte.

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Video: Tour zur verlassenen Karibik-Insel Klein Curaçao

Die erschreckende Geschichte der Insel Klein Curaçao

Der Ort gilt als Massengrab Tausender Sklaven, die im 17. und 18. Jahrhundert von der holländischen Westindien-Kompanie dort abgeladen wurden, wenn sie während der Schiffsüberfahrt von Afrika nach Amerika krank wurden. Das berichtet die australische Nachrichtenwebsite „news.com.au“.

Die meisten starben auf Klein Curaçao. Die Ruine des sogenannten Quarantäne-Gebäudes befindet sich noch heute auf der Insel, auch einige Gräber sind noch vorhanden.

Der Leuchtturm von Klein Curaçao wurde im Jahr 1850 gebaut.

Doch damit nicht genug: Die nur 1,7 Quadratkilometer große Karibikinsel ist gleichzeitig auch ein Schiffsfriedhof, zahlreiche Schiffbrüchige fanden auf Klein Curaçao den Tod. Die Schiffswracks und die Überreste eines Leuchtturms zeugen noch heute davon.

Dieser wurde im Jahr 1850 erbaut, um weitere Zusammenstöße zu verhindern. Die rosa Farbe blättert ab, durch Fenster und Türen weht der Wind in die langsam zerfallenden Räume.

Phosphatabbau zwischen den Jahren 1871 und 1886 führte dazu, dass die Insel unfruchtbar wurde. Auch die Population der Seevögel ging dadurch deutlich zurück.