Schloss Bückeburg

Wer durch das Schlosstor von Bückeburg schreitet, hat gleich den Eindruck, er befindet sich in einer völlig anderen Welt. Das Renaissance-Schloss im Zentrum der Stadt ist seit mehr als 700 Jahren im Familienbesitz der Grafen von Holstein-Schaumburg und heutigen Fürsten zu Schaumburg-Lippe. Sein Vorläufer – die Bückeburg – wurde bereits im Jahr 1304 erstmals urkundlich erwähnt.

Aus der einstigen Befestigungsanlage mit Wehr- und Wohnturm wurde über die Jahrhunderte ein Prachtbau. Fassaden und Innenausstattung wurden im 18. Jahrhundert im barocken Stil umgestaltet. Zu den historischen Sälen und Räumen aus vier Jahrhunderten, die Besucher heute besichtigen, gehören die Schlosskapelle genauso wie der Goldene Saal.

Bei einem Besuch von Schloss Bückeburg solltest du auch die Fürstliche Hofreitschule sehen.


Das Schloss ist umgeben von einer weitläufigen Parkanlage mit seltenen Baumarten wie Süntelbuchen und Sumpfzypressen. Dort steht auch eine der Besonderheiten Bückeburgs: das größte private Mausoleum der Welt, in dem die größte Goldmosaikkuppel Europas erstrahlt. Es öffnet an jedem Samstag und Sonntag für Besucher.

Im Marstall des Schlosses ist außerdem die einzige Fürstliche Hofreitschule des Landes zu Hause, die bei Vorführungen einen Einblick in ihre Arbeit gibt.

Schloss Bückeburg ist seit 700 Jahren im Besitz der Fürstenfamilie Schaumburg-Lippe. Ein Besuch ist gleichzeitig eine Reise in die Geschichte.

Schloss Hämelschenburg

Im Tal der Emmer zwischen Hameln und Bad Pyrmont gehen Besucher des Weserberglands auf eine ganz besondere Zeitreise: Schloss Hämelschenburg gilt nicht umsonst als eine der schönsten Renaissanceanlagen des Landes. Das Wasserschloss wurde zwischen 1588 und 1613 erbaut und ist Teil eines bis heute vollständig erhaltenen Rittergutes. Das befindet sich seit 1437 im Besitz der Familie Klenke.

Bei Führungen spazieren Besucher durch sechs Jahrhunderte und bekommen dabei einen gelungenen Eindruck der Geschichte der Adeligen und ihres herrschaftlichen Hauses. Es lohnt sich aber auch, das malerische Gelände zu erkunden, auf dem auch eine historische Wassermühle und die kleine St.-Marien-Kirche stehen.

Vom Schlosscafé (geöffnet dienstags bis sonntags 12 bis 17 Uhr) mit seinem großen Außenbereich aus haben Besucher den besten Blick auf die verzierte Südfassade des Schlosses. Wer genau hinschaut, entdeckt im weitläufigen Landschaftspark eine Besonderheit: eine kleine Pyramide nach den Entwürfen des bekannten Architekten Georg Ludwig Friedrich Laves, die einst als Begräbnisstätte genutzt wurde.

In den alten Wirtschaftsgebäuden auf dem Gelände haben Kunsthandwerker ein Zuhause gefunden. Es gibt eine Holzspielzeugwerkstatt, ein Maleratelier und eine Seifensiederei.

Schloss Hämelschenburg zwischen Hameln und Bad Pyrmont gilt als eine der schönsten Renaissanceanlagen des Landes.

Schloss Pyrmont

Die Kombination von Festungsanlage der Renaissance und barockem Schloss machen beim Schloss Pyrmont im etwa 20 Kilometer südlich von Hameln gelegenen Kurort Bad Pyrmont den Reiz aus. Die Festung mit Graft, Wällen, Kasematten und Eckbastion entstand bereits zwischen 1526 und 1536.

Die Fürsten zu Waldeck-Pyrmont ließen große Teile der dicken Mauern schließlich zwischen 1706 bis 1710 mit dem neuen Schloss im barocken Stil überbauen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss zum Lazarett, später Sitz des britischen Roten Kreuzes. Seit 1956 gehört es dem Land Niedersachsen.

Im schlosseigenen Museum wird heute die Geschichte des Badeortes lebendig, in dem schon Persönlichkeiten wie Zar Peter und Friedrich der Große kurten. Regelmäßig ergänzen Sonderausstellungen die Schau. An jedem Dienstag und Donnerstag gibt es öffentliche Führungen durch das Museum und die historischen Schlossräume.

Vom Festungshügel aus bietet sich ein wunderbarer Ausblick auf den Pyrmonter Kurpark. Der mediterrane Palmengarten, der englische Landschaftspark und der japanische Bambusgarten sind von hier aus besonders gut zu sehen. Nach einem Spaziergang kehren Besucher gern im Schlosscafé im Kommandantenhaus ein.

Bei Führungen haben Besucher die Chance auch die historischen Räume von Schloss Pyrmont zu erkunden.

Schloss Fürstenberg

Das weiße Gold der Weser spielt seit 1747 in Fürstenberg eine besonders wichtige Rolle. Denn solange ist es her, dass die Porzellankunst Einzug in das Schloss hielt.
Ursprünglich im 13. Jahrhundert als Burganlage errichtet, wurde das Gebäude, das auf einem Felsen hoch über der Weser steht, nach mehreren Erweiterungen 1600 zum Jagdschloss umgebaut – für Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel. Karl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel machte daraus 1747 eine Porzellanmanufaktur. Die Produktion wurde 1972 in ein neu errichtetes Nebengebäude verlagert.

Seit 1957 beherbergt das Schloss das Museum der Porzellanmanufaktur. Bei Führungen erfahren Besucher Interessantes über die Schloss- und Manufakturgeschichte. Sie blicken aber auch den Porzellinern bei der Arbeit über die Schulter und lernen typische Manufakturtechniken kennen. Bei Workshops (Teilnahme ab 170 Euro pro Person) haben sie die Chance, selbst aktiv zu werden. Wer lieber kauft, als kreativ ist, besucht den Werksverkauf.

Zum Schloss Fürstenberg gehört das Museum der Porzellanmanufaktur, das auch Workshops anbietet.

Von der Aussichtsplattform 80 Meter über der Weser bietet sich ein Panoramablick auf das Wesertal – den genießen übrigens auch Gäste des angrenzenden neuen Schlossbistros Carl. Unterhalb des Schlosses halten die Weserschiffe. Damit lässt es sich gleich weiter zum nahegelegenen Schloss Corvey fahren.

Von der Aussichtsterrasse des Schlosses Fürstenberg aus haben Besucher einen unvergleichlichen Panoramablick auf das Wesertal.

Schloss Corvey

Eine barocke Klosteranlage mit Kreuzgang und Äbtegalerie, ein prächtiger Kaisersaal und die herrschaftlichen Prunk- und Wohnräume: Im Schloss Corvey gibt es viel zu sehen.

Das ehemalige Benediktinerkloster steht seit mehr als 1.200 Jahren am Weserbogen auf dem heutigen Gebiet der Stadt Höxter. Karl der Große war es, der im Jahr 822 zur Gründung des Klosters anregte. Zwischen dem neunten und zwölften Jahrhundert zählte Corvey zu den wichtigen geistlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Zentren in Nordeuropa. Im späten 17. Jahrhundert verlor das Kloster an Bedeutung.

1803 wurde es säkularisiert und ging 1820 in den Besitz des Landgrafen Viktor Amadeus von Hessen-Rotenburg über. Der vererbte es nach seinem Tod weiter.

Seit 2014 steht Schloss Corvey auf der Liste des Unesco-Welterbes.

Heute befindet sich Corvey im Besitz des Herzogs von Ratibor und Fürsten von Corvey. Seit 2014 ist es in die Liste des Unesco-Welterbes eingetragen. Bei einem Besuch lohnt sich aber auch ein Blick in die Fürstliche Bibliothek mit rund 75.000 Werken. Hier arbeitete einst Hoffmann von Fallersleben, der Dichter der deutschen Nationalhymne, als Bibliothekar. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Corveyer Friedhof.

Am jeweils zweiten Wochenende im August, 2020 vom 7. bis 9. August, öffnet Viktor V. Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey beim großen Gartenfest seinen Privatgarten für Besucher.