Schweden hat sich während der Corona-Pandemie für viele Urlauber als sichere Bank erwiesen. Trotz der weltweiten Reisewarnung blieben die Grenzen offen, Urlauber aus Deutschland durften nach Schweden einreisen und riskierten keine Quarantäne. 

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In fünf Bundesländern müssen Touristen nach Schweden-Urlaub in Quarantäne

Allerdings ist in dem skandinavischen Land, das im weltweiten Vergleich mit lockeren Beschränkungen gegen die Pandemie vorgeht, die Zahl der Neuansteckungen innerhalb der vergangenen sieben Tage auf mehr als 50 Infizierte pro 100.000 Einwohner gestiegen. Fünf Bundesländer haben deshalb eine zweiwöchige Quarantäne für Rückkehrer aus dem Schweden-Urlaub angeordnet. 

Am Mittwoch, 10. Juni, teilte Sachsen auf Nachfrage der „Leipziger Volkszeitung“ mit, dass sich auch in dem Freistaat Reiserückkehrer aus Schweden für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben müssen.

Bereits zuvor hatten Bayern, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein mitgeteilt, dass Touristen nach der Rückkehr sofort in Selbstisolation in ihrer Wohnung oder an ihrem gewöhnlichen Aufenthaltsort und dort 14 Tage bleiben müssen. Außerdem müssen sie das Gesundheitsamt informieren. Das berichtet unter anderem das „RedaktionsNetzwerk Deutschland“.

Zudem hat auch Hessen in der Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus festgelegt, dass Personen, die aus einem Staat, der nicht zur EU oder zum Schengenraum gehört, einreisen, in zweiwöchige Quarantäne müssen. Das gilt darüber hinaus auch für Länder, in denen die Neuinfektionen mehr als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner ausmachen.

Eine Übersicht dazu gibt das Robert-Koch-Institut. Und dort ist derzeit Schweden als einziges Land rot gekennzeichnet. Faktisch müssen also auch Reisende, die aus Schweden nach Hessen – oder in andere Bundesländer mit dieser Regel – kommen, in häusliche, 14-tägige Quarantäne.