Nach langem Hin und Her gibt es gute Nachrichten für die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines: Österreichs Regierung hat sich auf ein Rettungspaket für die durch das Coronavirus angeschlagene Fluggesellschaft verständigt. Konkret wurde ein Rettungspaket in Höhe von 600 Millionen Euro beschlossen, wie der Nachrichtensender „ORF“ berichtet. 

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Regierung will Mindestpreis für Flugtickets von und nach Österreich

Der Staatskredit ist allerdings mit Auflagen verbunden, die wohl auch Passagiere zu spüren bekommen werden. So will die Regierung allen Fluglinien von und nach Österreich künftig einen Mindestpreis für die Flugtickets vorschreiben. Damit soll gegen Dumping-Preise vorgegangen werden. Tickets sollen mindestens so viel kosten wie die Steuern und Abgaben, die für den entsprechenden Flug anfallen. Das sind durchschnittlich 40 Euro.

Zusätzlich wird die Ticketsteuer für Flugreisen bis 350 Kilometer von 12 Euro auf 30 Euro erhöht. Außerdem sagte Austrian Airlines der Regierung zu, künftig auf Strecken zu verzichten, die auch von der Bahn in „deutlich“ weniger als drei Stunden erreichbar sind. Das gilt allerdings nur für Austrian Airlines, nicht für die Lufthansa. Zuerst davon betroffen ist die Verbindug zwischen Wien und Salzburg.

Im Gegenzug zu dem staatlichen Rettungspaket hat die Lufthansa der Regierung außerdem eine Standortgarantie für Österreich zugesagt. Konkret soll in den kommenden zehn Jahren das Drehkreuz Wien ebenso ausgebaut werden, wie das auch für Frankfurt, München und Zürich geplant ist. 

Austrian Airlines will ab dem 15. Juni wieder europäische Ziele anfliegen, im Juli sollen dann auch erste Langstreckenziele folgen. Trotz des Rettungspaketes sollen Stellen gestrichen werden und die Flotte soll von 80 auf etwa 60 Maschinen verkleinert werden.