Wasserratten in Europa haben immer mehr Auswahl, denn die Anzahl der Badegewässer steigt kontinuierlich. Und das Wasser ist an den allermeisten Orten sehr sauber. Das zeigt die aktuelle Analyse der Europäischen Umweltagentur (EUA), welche im Jahr 2021 die Qualität von 21.859 Badegewässern in Europa untersucht hat.

Zwei Drittel der Badestellen befinden sich an den Küsten, bei dem Rest handelt es sich um Flüsse oder Seen. Gewinner sind vier Länder, in denen 95 Prozent oder mehr der Gewässer eine ausgezeichnete Qualität haben: Österreich (97,7 Prozent), Malta (96,6 Prozent), Griechenland (95,8 Prozent), und Kroatien (95,7 Prozent).

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Badeseen und Strände in Deutschland besonders sauber

Aber auch in Deutschland ist die Wasserqualität besser als im europäischen Durchschnitt, das Land belegt Platz sieben im EU-Vergleich. Dem Bericht zufolge erfüllen hier von den 2277 untersuchten Seen, Flüssen und Küstenstellen etwa 98 Prozent mindestens die Mindeststandards, 90,4 Prozent haben sogar eine exzellente Wasserqualität.

Nicht schwimmen hingegen sollten Besucher an 14 Badestellen – sie haben die Note „,mangelhaft“ erhalten. Das sind sechs mehr als 2020.

Diese Badestellen in Deutschland sind durchgefallen:

  • Barther Bodden, Glöwitzer Bucht (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Rühner See in Bützow (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Hinbergsee in Kargow (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Kleine Müritz in Rechlin (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Badestelle Bellin am Stettiner Haff (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Freibad Miersdorfer See in Zeuthen (Brandenburg)
  • Naturbadestelle Lübben/Steinkirchen an der Spree (Brandenburg)
  • Sunthauser See (Baden-Württemberg)
  • Holzmühleweiher in Vogt (Baden-Württemberg)
  • Badeplatz am Campingplatz international am Grüntensee in Wertach (Bayern)
  • Strand am Mainparksee in Mainaschaff (Bayern)
  • Wasserwacht am See Freigericht Ost in Kahl (Bayern)
  • Elbstrand bei Brokdorf (Schleswig-Holstein)
  • Nordseestrand Wremen (Niedersachsen)

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In diesen Gewässern ist die Wasserqualität dem EUA-Bericht zufolge mangelhaft und es treten gehäuft Bakterien auf. Zwar sind nicht nicht alle davon Krankheitserreger, sie geben allerdings zum Beispiel Hinweise auf Verunreinigung durch Fäkalien. Auch erfolgen Warnungen bei einem massenhaften Auftreten von Blaualgen oder Cyanobakterien, die vor allem bei hohen Wassertemperaturen im Sommer auftreten. 

Betrachtet auf die Gesamtmenge der Seen, Flüsse und Küstenstellen in Deutschland gilt die mangelhafte Wasserqualität aber nur in 0,6 Prozent aller Fälle. 

In diesen Ländern ist die Wasserqualität vergleichsweise schlecht

In sieben europäischen Ländern waren drei Prozent oder mehr der Badegewässer von schlechter Qualität: Estland (3,1 Prozent, zwei Badegewässer), Frankreich (3 Prozent, 99 Badegewässer), Niederlande (4,6 Prozent, 34 Badegewässer), Lettland (3,6 Prozent, zwei Badegewässer), Slowakei (3,1 Prozent, ein Badegewässer), Schweden (3,5 Prozent, 16 Badegewässer), und Albanien (6,7 Prozent, acht Badegewässer).

Wenn du genau wissen willst, wo in Europa die saubersten und die dreckigsten Badestellen sind, wirf einen Blick auf die Online-Karte der EUA.