Mit dem Aufheben der Reisewarnung durch die Bundesregierung für viele Länder ab dem 15. Juni scheint der Urlaub in beliebte Urlaubsländer wie Italien, Österreich oder die Schweiz zum Greifen nah. Zur Freude vieler Reisender öffnen außerdem auch nicht EU-Länder ihre Grenzen, so dürfen Deutsche zum Beispiel auf eigenes Risiko wieder in die Türkei einreisen.

Dennoch müssen viele auf ihren Sommerurlaub in der zweiten Juni-Hälfte verzichten, einige Veranstalter haben bereits gebuchte Reisen teilweise bis Ende des Monats abgesagt.

Schauinsland-Reisen und Tui sagen Griechenland-Urlaub ab

Als einer der ersten Reiseveranstalter hat vergangene Woche Schauinsland-Reisen Touren nach Griechenland bis einschließlich 26. Juni 2020 storniert. Nun hat auch Tui nachgezogen und sagt nicht nur alle Griechenland-Urlaube bis zum 30. Juni ab. Ebenfalls betroffen sind laut Tui auch Reisen nach:

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  • Ägypten
  • Bulgarien
  • Marokko
  • Montenegro
  • Portugal
  • Spanien
  • Tunesien
  • Türkei

Eine Ausnahme könnte Mallorca bilden. Die regionale Regierung plant ein Pilotprojekt, an dem mehrere Tausend Touristen an einem Test-Urlaub unter Corona-Regeln teilnehmen können. Dafür stehe sie mit Tui in Verhandlungen. Wenn alles gut läuft, könnte der Reiseveranstalter schon erste Flüge nach Mallorca ab dem 21. Juni anbieten.

Diese Starttermine legt DER Touristik vor

Anders als Tui bietet DER Touristik bereits ab dem 15. Juni wieder Reisen aufs portugiesische Festland an. Auch ein Urlaub in der griechischen Hauptstadt Athen soll dann möglich sein. Da aber der Tourismus in Griechenland erst ab dem 26. Juni sukzessive hochgefahren wird, sollen weitere Ziele erst ab dem 26. Juni wieder angeboten.

Für Rumänien, die Slowakei, Ungarn, Irland, die Türkei, Tunesien, Marokko und Ägypten wartet der Veranstalter noch die Bewertung des Auswärtigen Amts ab, die für den 10. Juni erwartet wird. 

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Reisen in Fernstreckenziele sagt die DER Touristik mit Anreise bis 31. Juli 2020 ab. Ausnahmen sind dabei die Malediven, die Dominikanische Republik, Mexiko und Kuba: Anreisen werden bis 15. Juli 2020 abgesagt, es erfolgt jedoch in den kommenden Wochen eine genaue Lagebewertung. 

FTI: Reisen nach Athen ab 15. Juni vielleicht möglich

Auch FTI Touristik storniert viele bereits gebuchte Urlaube. Dabei variieren die abgesagten Reisedaten allerdings und einige Städte werden individuell geprüft. 

Nicht stattfinden werden nach Angaben des Veranstalters alle Buchungen für die türkischen Städte Dalaman, Bodrum und Istanbul mit Abreise bis einschließlich 25. Juni 2020 sowie alle Reisen nach Antalya und Izmir mit Abreise bis einschließlich 21. Juni. In Spanien soll kein Urlaub bis zum 25. Juni möglich sein. Ebenfalls abgesagt bis 26. Juni sind Reisen nach Bulgarien, alle Flugreisen nach Kroatien und Slowenien.

Eigentlich sind auch alle Reisen nach Griechenland bis zum 30. Juni abgesagt. Ausnahmen könnten aber Athen und Thessaloniki bilden. Hierfür sollen individuelle Buchungen auf die Durchführbarkeit geprüft und vielleicht ab dem 15. Juni erlaubt werden.

Alltours sagt Fernreisen bis Mitte Juli ab

Weniger konkrete Informationen gibt Alltours. Dort heißt es lediglich, dass alle Flugreisen bis einschließlich 25. Juni abgesagt werden. Auf Fernreisen müssen Touristen noch länger verzichten, denn diese werden bis zum 15. Juni storniert, Reisen nach Europa hingegen könnten dann wieder möglich sein.

Außenminister: „Aus Reisehinweis kann wieder Reisewarnung werden“

Nicht zuletzt hängt es außerdem von der Lage am Reiseziel ab, ob der Urlaub dort stattfinden kann. Außenminister Heiko Maas warnte davor, sich nun in falscher Sicherheit zu wiegen. Aus einem Reisehinweis könne auch jederzeit wieder eine Reisewarnung werden – wenn die Situation im Land sich verschlechtere.