Sommerurlaub in Dänemark– für viele Familien, die mit eigenem Auto oder Wohnmobil unterwegs sind, gehört das jedes Jahr dazu. Doch auch wenn im Corona-Jahr 2020 die Grenzen zu unserem nördlichen Nachbarland am 15. Juni wieder öffnen, müssen Urlauber weiterhin mit Einschränkungen rechnen. 

Zuletzt etwa hatte es viel Kritik gegeben, weil über Pfingsten zahlreiche Sonnenhungrige an die Hotspots in Kopenhagen kamen und dicht an dicht am Strand und Hafen beieinandersaßen. Social Distancing, Abstandsregeln, Mundschutz – von all dem war am Sandkaj in Nordhavn nicht zu sehen.

Am Pfingstmontag versammelten sich Hunderte Menschen im Kopenhagener Stadtteil Nordhavn.

Trotzdem will die Regierung zunächst einmal auf die Vernunft der Einheimischen und der Touristen setzen: Dafür haben die Behörden eine lange Liste mit Orten herausgegeben, die Besucher in der Corona-Zeit meiden sollen. Dort sei das Risiko für Menschenansammlungen hoch, weil es touristische Hotspots seien.

Die Polizei weist darauf hin, dass es sich um eine dynamische Liste handelt, Orte können hinzukommen oder auch wieder komplett freigegeben werden. Eine jeweils aktuelle Übersicht gibt es auf der Website der Polizei.

Badezone in Kopenhagen gesperrt – Polizei spricht Empfehlungen aus 

Derzeit sind es noch Empfehlungen, außer am besagten Hafengebiet Kopenhagens, genauer gesagt an der Badezone Sandkaj, wo aktuell noch ein Aufenthaltsverbot gilt. Doch wiederholen sich Szenen wie zu Pfingsten in Nordhavn, werden im gesamten Land Strände, Parks und andere beliebte Aufenthaltsorte gesperrt. 

In der Hauptstadt, in der Touristen auch ab Mitte Juni zunächst nicht übernachten und die Stadt somit nur tagsüber besuchen dürfen, betrifft es die beliebten Badeorte beziehungsweise Hafengebiete Amager Strandpark, Kastrup Strandpark und Islands Brygge, die Brücke über die Seen im Zentrum, Dronning Louises Bro, die Parks Kongens Have Park und Fælledparken sowie den Grünstreifen auf der Flaniermeile Sønder Boulevard. 

Einreise möglich – aber Urlauber müssen sechs Nächte in Dänemark bleiben

Auch Gebiete auf der Ostseeinsel Fünen sollen gemieden werden (Odense, Mönche Moses Odense, Abenteuergarten Odense, Waldsee / Engen Svendborg, Christiansminde) – ebenso Gebiete in Gladsaxe, Brøndby, Ishøj, Herlev, Roskilde, Aalborg, Skagen, Herning, Silkeborg, Viborg, Aarhus, Randers, Esbjerg, Haderselv, Ribe, Sønderborg und Rømø.

Die Einreise nach Dänemark ist für deutsche Staatsbürger ab dem 15. Juni wieder möglich. Dafür müssen Reisende nachweisen, dass sie mindestens sechs Übernachtungen gebucht haben. Innerhalb Kopenhagens darf noch nicht übernachtet werden. An der Grenze können Urlauber zudem um einen Corona-Test gebeten werden – ein solcher ist aber keine Voraussetzung, um das Land betreten zu dürfen.