Das lange Wochenende mit blauem Himmel und Sonne hat viele Urlauber zu einem Strandbesuch an der Nord- oder der Ostsee animiert. Dabei gelten dort wegen der Coronavirus-Pandemie strenge Regeln. So dürfen beispielsweise am Pfingstwochenende vom 30. Mai bis zum 1. Juni keine Tagesgäste die Nordfriesischen Inseln betreten. 

Dennoch kam es auf Sylt am Wochenende zu einer Massen-Party. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, haben sich am Samstag jede Menge junge Leute in Kampen am Strandabschnitt „Buhne 16“ versammelt, ohne sich an die geltenenden Abstandsregeln zu halten.

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Trotz Corona: Jugendliche tanzen und trinken Alkohol am Strand von Sylt

Wie beim amerikanischen Spring Break sollen die Jugendlichen getanzt und Alkohol getrunken haben. Die am Strand eingesetzten Sicherheitskräfte seien mit der Situation überfordert gewesen, heißt es. Die Polizei dementiert jedoch Berichte, nach denen größere Ansammlungen oder öffentliche Feiern aufgelöst werden mussten.

In den nächsten Tagen soll es verstärkt Kontrollen geben. Der Strand soll nur noch mit Kurkarten betreten werden dürfen, Tageskarten werden nicht mehr verkauft. 

Scharbeutz und Haffkrug an der Ostsee schließen für Touristen

Nun melden auch erste Küstenorte an der Ostsee überfüllte Strände und Straßen. In einem Facebookpost fordert die Bürgermeisterin von Scharbeutz die Touristen auf, nicht mehr anzureisen. Die Kapazitätsgrenze sei erreicht. Die Orte Scharbeutz und Haffkrug würden den Verkehr ab sofort nur noch ableiten. Laut den Lübecker Nachrichten sind dafür die Feuerwehr und das Ordnungsamt im Einsatz. Wann wieder Urlauber kommen dürfen, bleibt unklar.

Deutsche Touristen stürmen zu Pfingsten an Strände in Holland

Auch in den Niederlanden kam es zu einem Ansturm auf die Strände. 85 Prozent der Urlauber seien Deutsche, sagte ein Hotelbetreiber gegenüber der „Bild“. Normalerweise kämen 50 Prozent aus Holland und nur 35 aus Deutschland.

Dabei hatten die 15 Bürgermeister der Grenzstädte unseres Nachbarlandes die deutschen Touristen gebeten, zu Pfingsten nicht einzureisen, um Menschenansammlungen zu vermeiden.